WM-Quali
ÖFB-Frauen trotz 1:2-Niederlage auf Platz drei
Eine 1:2-Niederlage am Dienstag in Oslo gegen Norwegen fiel nicht ins Gewicht, da Schlusslicht Slowenien in Ljubljana gegen Poolsieger Deutschland 0:2 verlor. Die ÖFB-Auswahl bilanzierte nach sechs Partien mit vier Punkten. Gegen die Norwegerinnen gab es wie beim knappen 0:1 in Maria Enzersdorf nichts zu holen.
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Ein Doppelschlag von Thea Bjelde (46.) und Caroline Graham Hansen (48.) gleich nach der Pause brachte im Ullevaal Stadion die Entscheidung. Barbara Dunst gelang nur das Anschlusstor (51.). Allgemein hätte die Niederlage aufgrund des Verlaufs der zweiten Hälfte höher ausfallen können. Es war die sechste Niederlage im zehnten direkten Duell mit dem Weltmeister von 1995. Durch den Abschluss auf Poolrang drei war diese verschmerzbar, dadurch geht es wie auch für den Zweiten Norwegen im Oktober in der ersten von zwei Play-off-Runden gegen einen Gruppensieger oder einen der zwei besten Zweitplatzierten aus der Liga C. Slowenien muss gegen einen Gegner aus der Liga B ran. Die Auslosung findet am 18. Juni statt.
Zwei Wechsel in ÖFB-Startelf
Söndergaard nahm nach seiner Premiere beim 1:0 in Wien am Freitag gegen Slowenien nur die zwei Wechsel in der Startelf vor, zu denen er gezwungen war. Etwas überraschend ersetzte St. Pöltens Kapitänin Jennifer Klein im Abwehrzentrum die aus privaten Gründen fehlende Virginia Kirchberger. Im Mittelfeld rückte Dunst anstelle der gesperrten Annabel Schasching ins Team. Mariella El Sherif hütete trotz Fingerproblemen das Tor. Ihr Team agierte diesmal in einem 5-3-2-System und war von Beginn an darauf bedacht, die Norwegerinnen früh zu stören. Nur zwischen der siebenten und zehnten Minute musste die ÖFB-Auswahl eine Drangphase der Heimischen überstehen.
Allgemein präsentierten sich Kapitänin Sarah Puntigam und Co. deutlich kompakter als noch gegen Slowenien. Die Gastgeberinnen hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, fanden aber kaum Lücken im Spiel nach vorne. Nur zweimal wurde es sehr gefährlich. Guro Bergsvand verfehlte nach einer Flanke knapp vor dem Tor nur hauchdünn den Ball (26.). Bei einem Schuss von Barcelonas Graham Hansen aufs kurze Eck zeigte El Sherif eine starke Parade (37.). Die Österreicherinnen hatten zwei sehr gute Umschaltaktionen, belohnten sich aber nicht mit einem Treffer.
Eileen Campbell lief alleine auf das norwegische Tor zu, wurde aber von Ingrid Engen doch noch entscheidend gestört (29.). Bei der besten Möglichkeit setzte Julia Hickelsberger-Füller einen Kopfball aus kurzer Distanz nach Naschenweng-Idealflanke neben das Tor (44.). So gut die Österreicherinnen vor der Pause verteidigt hatten, so schlecht starteten sie in die zweite Hälfte. Schon nach rund 30 Sekunden traf Bjelde nach Flanke von Guro Reiten per Kopf. Es war der erste ÖFB-Gegentreffer nach zuletzt zwei Zu-Null-Partien. Zwei weitere Minuten später war es Graham Hansen, die aus kurzer Distanz einköpfelte.
Dunst-Tor einziges ÖFB-Highlight nach Pause
Bitter ist, dass Flankengeberin Julie Blakstad wohl im Abseits gestanden war, einen VAR gibt es in der Qualifikation aber nicht. Bei beiden Treffern ließen die ÖFB-Kickerinnen ihren Gegenspielerinnen zu viel Platz, kamen nicht entscheidend in die Zweikämpfe. Von einem Aufgeben war aber keine Spur, auch da der Anschlusstreffer schnell fiel. Nach einem nur kurz geklärten Freistoß reagierte Dunst am schnellsten, drang mit einem Haken in den Strafraum ein und schloss mustergültig ab. Ihr 14. Länderspieltor blieb das einzige Offensivhighlight.
Die Norwegerinnen übten enormen Druck aus. Signe Gaupset scheiterte an El Sherif, der Nach-Heber von Elisabeth Terland ging drüber (55.). Zwei Minuten später bekam Dunst den Ball, nachdem sie von Gaupset am Kopf angeschossen worden war, an die ausgestreckte Hand. Graham Hansen trat zum umstrittenen Elfmeter an, ihr schwacher Schuss wurde zur leichten Beute für El Sherif. Die 21-Jährige konnte sich auch bei einem Terland-Abschluss auszeichnen (67.). In der 73. Minute hatte die Söndergaard-Truppe Glück, dass ein Terland-Treffer zu Unrecht wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Für die ÖFB-Truppe gab es im Vergleich zu den jüngsten beiden Antritten in Oslo trotzdem nichts Zählbares.
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