Graz zahlungsunfähig

"Pfusch!" Thür nimmt Pleite-Stadtrat in die Mangel

Das Grazer Rathaus mit Blumenbalkonen und wehenden Fahnen vor blauem Himmel.
© APA/ERWIN SCHERIAU
Manfred Eber, der Finanzstadtrat von Graz war in der ZiB zu Gast und musste sich den Fragen von Martin Thür stellen.
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Manfred Eber, der KPÖ-Finanzstadtrat von Graz war in der ZiB zu Gast um zu den neuesten Erkenntnissen rund um die Finanz-Pleite in Graz Stellung zu nehmen.

Wie konnte es so weit kommen, dass die Stadt Graz kein Geld hat, will Martin Thür wissen. Eber: "Es hat sich bei den Abrechnungen der Behindertenhilfe gezeigt", dass sich mehr angesammelt habe. Darum sei die Haushaltssperre nötig.

Finanzprobleme

Thür lässt nicht locker, fragt nach: "Wie können Sie überrascht gewesen sein?" Die 35 Millionen seien das Problem gewesen

"Im Amt wurde gepfuscht?", fasst Thür seinen Eindruck zusammen. Eber: "Das würde ich so nicht sagen." Thür weist darauf hin, dass Graz bereits viele Jahre schon in der finanziellen Bredouille stecke.

"In den nächsten beiden Jahren müssen 65 Millionen gefunden werden", so Eber, damit alles wieder auf Schiene komme. Sehr viel sei in den letzten Jahren investiert worden, so der Finanzstadtrat - Straßenbahnen mussten zum Beispiel nach bestellt werden.

Probleme gäbe es auch bei den Spesenabrechnungen, so Thür, da seien 60 Prozent problematisch. Eber blieb ruhig, konnte aber keine überzeugenden Antworten liefern.

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