Dürre-Alarm

Politik springt NÖ-Bauern bei

Ausgetrocknetes Flussbett des Kühbachs umgeben von Bäumen, trockene, rissige Erde.
© APA/MANFRED FESL
Dramatische Lage auf Niederösterreichs Feldern: Seit Anfang März hat es im Marchfeld kaum geregnet – gerade dreimal fiel mehr als zehn Millimeter Niederschlag.
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Kurz vor Erntebeginn mehrerer Getreide- und Gemüsesorten herrscht große Sorge bei vielen niederösterreichischen Landwirten. Die Folgen sind sichtbar: Der Sommerhartweizen von Christian Gasselich in Lassee reicht heuer nur bis zum Knie, normalerweise wäre er hüfthoch. Bei nicht bewässerten Feldern drohen Ernteausfälle von bis zu 50 Prozent. Bewässerung kostet aber viel – und bei aktuell niedrigen Produktpreisen rechnet sie sich oft nicht.

Zur Sicherung der heimischen Lebensmittelversorgung

Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Lorenz Mayr fordert beim Lokalaugenschein in Lassee den Ausbau der Bewässerungsinfrastruktur und stärkere Dürreversicherungen. Nur so könne die heimische Lebensmittelversorgung gesichert werden.

Die Politik reagiert: Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) sichert Investitionen in effiziente Bewässerungssysteme zu, schließt Kürzungen im Agrarumweltprogramm aus und kündigt einen Agrardiesel an. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) geht weiter und fordert einen Importstopp für Lebensmittel, die nicht österreichischen Standards entsprechen. Gemeinsamer Appell: regional einkaufen – jetzt erst recht.

Bei den Budgetverhandlungen auf Bundesebene habe man zwei Dinge außer Frage gestellt: "Dass es im Agrarumweltprogramm bei den Unterstützungen für die Bauern keine Kürzungen gibt. Und das Zweite ist, die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken, indem ein Agrardiesel zur Verfügung gestellt wird", so Totschnig.

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