Donauinselfest

Polizisten werden mit Blaulicht ausgestattet

Vier Polizisten stehen in Uniform auf der Donauinsel während des Donauinselfests in Wien.
© APA/FLORIAN WIESER
Wien rüstet sich für das Donauinselfest mit Drohnen am Himmel und blauem Licht an den Polizei-Uniformen. Hunderte Einsatzkräfte sorgen auf der Insel für Schutz, während jede Ecke per Kamera überwacht werden kann.
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In zehn Tagen wird die Donauinsel wieder zur Open-Air-Arena und zieht zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Dass dabei Sicherheit großgeschrieben wird, haben die Event-Projektleiterin Julia Healy und der Polizei-Einsatzkommandant Michael Holzgruber am Dienstag betont. Während Drohnenflüge für eine durchgängige Überwachung sorgen, sind mehrere 100 Beamtinnen und Beamte am Gelände. Über eine genaue Zahl hielt sich Holzgruber bei der Pressepräsentation am Areal bedeckt.

Erstmals am Donauinselfest im Einsatz sind blaue Lichter, die an der Schulter der Uniform platziert werden. So sind die Polizistinnen und Polizisten für die Besucher im Gedränge oder bei Dunkelheit rasch erkennbar. Dieses Konzept wurde bereits beim Song Contest erprobt. Neben uniformierten Kollegen werden sich laut dem Einsatzleiter aber auch Beamte in Zivil unter die Leute mischen. "Es wird Einsatzkompanien geben, Streifengruppen, aber auch kleine Teams mit den Drohnen, das Einsatzkommando Cobra und auch Besatzungen von Polizeibooten." Schwerpunkt werden heuer die Zutrittskontrollen sein, die Lenkung der Personenströme und die Verhinderung von Belästigungen.

Videoüberwachungskonzept liefert Bilder in Sicherheitszentrale

Ein Videoüberwachungskonzept mit mehr als 40 Kameras des Veranstalters und der Polizei leitet die Bilder in die Sicherheitszentrale nahe der Floridsdorfer Brücke, um dort die entsprechenden Maßnahmen zu treffen. Aber auch die Aufnahmen der drei Drohnenteams werden dorthin übertragen. "Wir können jeden Winkel heranzoomen", sagte Holzgruber.

Das gesamte Gelände wird im Vorfeld von sprengstoffkundigen Organen durchsucht. "Das Donauinselfest ist eine friedliche Veranstaltung, aber wir bereiten uns auf alle denkbaren Szenarien vor", sagte der Oberst. "Es gibt keine Hinweise auf eine Gefährdung. Aber Sie wissen, die allgemeine Risikolage in Österreich ist derzeit hoch, das betrifft insbesondere auch islamistischen Terrorismus und Extremismus", so Holzgruber. "Wo hunderttausende Menschen zusammenkommen, entstehen besondere Momente. Und unsere Aufgabe als Polizei ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, dass diese Momente unbeschwert, sicher und friedlich erlebt werden können", so Holzgruber. Deshalb sollen alle Besucherinnen und Besucher damit rechnen, dass sie beim Zutritt durchsucht werden.

Awareness-Team am Gelände unterwegs

Projektleiterin Healy erklärte, wenn ein Gast des Donauinselfestes Unterstützung braucht, findet er diese bei gekennzeichneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit "Ich bin dein Rettungsanker"-Sticker. Neu ist ein 24-köpfiges Awareness-Team mit magentafarbenen Kappen mit der Aufschrift "#dif Für Dich Da". Hilfe und Ruhe gibt es auch in den vier Magenta Safe Zones, die erstmals vom Wiener Awareness-Kollektiv AwA* betreut werden. An jedem Gastrostand kann zudem das Codewort "Angel Shot" genannt werden, um diskret Hilfe zu bekommen. Die Festivalseelsorge der Erzdiözese Wien und die Suchtberatungsstelle checkit! unterstützen das Angebot.

Healy betonte, dass etwa gefährliche Gegenstände wie Messer, Schirme oder Pyrotechnik am Gelände verboten sind. Taschen und Rucksäcke dürfen bis A3-Größe mitgebracht werden. Erlaubt sind auch nur nicht-alkoholische Getränke in Behältnissen bis 0,5 Liter. Zahlreiche kostenfreie Wasserspender stehen zur Verfügung. Fahrräder und E-Scooter müssen außerhalb bei überwachten Radgaragen geparkt werden.

Verkehrskonzept wegen S-Bahn-Sperre

Da das Donauinselfest am ersten Ferienwochenende stattfindet und da bereits die Stammstrecke der Wiener S-Bahn gesperrt ist, wurde für den Festival-Samstag und -Sonntag gemeinsam mit Wiener Linien und ÖBB ein zusätzliches Verkehrskonzept erarbeitet, erklärte Healy. In der Nacht auf Samstag wird die S-Bahn noch bis 2.00 Uhr wie gewohnt unterwegs sein. Ab Samstag fahren U6, S45 (Handelskai-Hütteldorf via Heiligenstadt) und Straßenbahnlinie 31 in dichteren Intervallen, die Taktverdichtung der S45 schafft zusätzliche Kapazitäten am Knoten Heiligenstadt (Anschluss U4). Ein Schienenersatzverkehr fährt zudem rund um die Uhr zwischen Floridsdorf - Handelskai - Traisengasse - Praterstern.

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