Aufreger
Red-Bull-Knall um Jürgen Klopp
Eigentlich schien der Königstransfer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) perfekt. Doch hinter den Kulissen braut sich ein handfester Streit um das geplante Engagement von Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer zusammen. Der Stein des Anstoßes: Sein Arbeitsverhältnis mit dem Red-Bull-Imperium.
Einig in New York, blockiert in der Heimat
Jürgen Klopp steht unmittelbar vor der Unterschrift als neuer Bundestrainer der Nationalmannschaft. Bei einem Treffen in New York konnten sich die DFB-Spitze und der Star-Trainer bereits auf die wesentlichen "Eckpunkte eines potenziellen Vertrages" einigen. Was als Befreiungsschlag für den deutschen Fußball gedacht war, droht nun jedoch an der sportpolitischen Basis zu zerschellen. Zur endgültigen Anstellung fehlt ein entscheidender, aber höchst umstrittener Schritt.
Spaltung im DFB
Klopps aktueller Vertrag als globaler Fußballchef von Red Bull läuft noch bis zum Jahr 2029. Um eine millionenschwere Ablösezahlung zu vermeiden, die das Budget des Verbandes sprengen würde, favorisieren die Parteien ein ungewöhnliches Modell: Klopp soll parallel zu seinem Amt als Bundestrainer weiterhin als Red-Bull-Markenbotschafter tätig bleiben. Diese geplante Weiterbeschäftigung spaltet den deutschen Fußball tief.
Rebellion der Landesverbände
In den DFB-Landesverbänden wächst laut Berichten des Sport-Informations-Dienstes (SID) der Unmut. Die geplante Doppelfunktion stößt bei vielen Landesfürsten auf massiven Widerstand. Uwe Döring, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes (SHFV), machte seinem Ärger in seiner Funktion als Verbandschef Luft:
"Als Fußballfan und Mitglied des FC St. Pauli habe ich Klopps Engagement bei Red Bull nie verstanden, Geld kann es ja eigentlich nicht mehr sein. Aber vielleicht liege ich da auch falsch, dieser ganze Irrsinn bei Trainergehältern und Abfindungen, die auch bei Nichtleistungen gezahlt werden, stößt mich nur noch ab. Hoffentlich wird die Schraube nicht überdreht, es wenden sich jetzt schon viele ab." — Uwe Döring, SHFV-Präsident
7 Millionen Jahresgage
Döring steht mit dieser Meinung nicht allein da. Mehrere Bosse der Landesverbände teilen diesen Unmut. Zwar verfügt der DFB durch den ab 2027 greifenden Ausrüstervertrag mit Nike wieder über erhebliche finanzielle Mittel, doch der Tenor an der Basis ist klar: Nur weil Geld da ist, dürfe man es nicht gleich "rausblasen". Neben einem kolportierten Jahresgehalt von über sieben Millionen Euro für Klopp belastet auch die angebliche Millionenabfindung für dessen Vorgänger Julian Nagelsmann die Stimmung massiv. Solche Summen seien der Amateurbasis schlichtweg unmöglich zu vermitteln.
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