Bis zu 6.000 Euro

Regierung: Teure Strafen für Verkehrssünder

Auto fährt nachts mit hoher Geschwindigkeit durch einen beleuchteten Tunnel, Lichter verwischen.
© Getty Images
Raser müssen künftig tief in die Tasche greifen, die Regierung setzt auf Hammer-Strafen von bis zu 6.000 Euro. Der Staat erwartet sich ein zusätzliches Millionengeschäft.
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Ab Jänner 2027 droht Verkehrssündern in ganz Österreich dasselbe Strafausmaß. Die bisher oft unterschiedlichen Tarife der Bundesländer werden auf das jeweils höchste Niveau angehoben. Besonders hart gehen die neuen Regelungen gegen Raser vor.

Wer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um mehr als 30 km/h überschreitet, muss künftig mit einer Mindeststrafe von 200 Euro rechnen (bisher 150 Euro).

Noch teurer wird es bei massiven Tempoverstößen: Bei krassen Ausreißern, wie über 40 km/h innerorts oder 50 km/h außerorts, wird der Raser noch stärker zur Kasse gebeten: Hier sind bis zu 6.000 Euro fällig, die Untergrenze steigt von 300 auf 400 Euro.

80 Millionen Euro Mehreinnahmen

Als Begründung für die drastische Anhebung nennt Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) die alarmierende Unfallstatistik. Überhöhte Geschwindigkeit sei nach wie vor eine der Hauptunfallursachen. "Das Kavaliersdelikt muss endlich ein Ende haben", so Hanke. Ein willkommener Nebeneffekt für den Bund: Durch die schärferen Strafen werden jährlich rund 80 Millionen Euro mehr im Budget erwartet.

Nicht hart genug geht die Verschärfung dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Die Experten fordern zusätzlich einkommensabhängige Strafen und ein strengeres Vormerksystem für Wiederholungstäter – denn selbst die neuen Höchstbeträge seien bei lebensgefährlicher Raserei noch zu mild.

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