Fast ausgerottet
Sensation: Forscher entdecken seltenes Tier im Gardasee
Die Süßwasserkrabbe der Art Potamon fluviatile ist zurück. Nachdem die Bestände im vergangenen Jahrhundert massiv eingebrochen waren, haben Taucher, Naturfreunde und die Unterwasser-Community des WWF die Tiere nun erneut gefilmt und fotografiert. Besonders an der veronesischen Uferseite konnten zahlreiche Exemplare nachgewiesen werden. Laut dem WWF Bergamo Brescia könnten sich im Gardasee somit wieder stabile Populationen entwickelt haben.
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Flusskrabbe war regional verschwunden
Die Flusskrabben bewohnen bevorzugt Bäche, Kanäle und Seen, wo sie sich gerne unter Steinen oder in selbst gegrabenen Uferhöhlen verstecken. Ausgewachsene Exemplare erreichen eine Panzerbreite von etwa fünf bis sechs Zentimetern. Während das Verbreitungsgebiet der Art Teile Italiens und der Balkanhalbinsel umfasst, war sie im Gardasee im 20. Jahrhundert durch Wasserverschmutzung, verbaute Lebensräume und menschliche Eingriffe fast völlig verschwunden. Weltweit stuft die Weltnaturschutzunion IUCN das Tier als "potenziell gefährdet" ein.
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Rückkehr als gutes Zeichen
Für Naturschützer ist die Wiederansiedlung ein biologischer Lichtblick. Da Flusskrabben auf saubere und sauerstoffreiche Gewässer angewiesen sind, deutet ihr Auftauchen auf eine verbesserte Wasserqualität in Teilen des Sees und der Zuflüsse hin. Paolo Zanollo vom WWF Bergamo Brescia bezeichnete die Sichtungen, die teilweise in Wassertiefen von sechs bis acht Metern erfolgten, als ein Zeichen der Hoffnung. Aktuell laufen weitere Untersuchungen, um die tatsächliche Größe der Population und den Ausbreitungsgrad zu erfassen.
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