DROGEN IM SPIEL

Stand-up-Paddlerin ertrank: Rätsel um Tod geklärt

Frau paddelt abends auf einem Stand-Up-Paddleboard über ruhiges Wasser.
© Getty Images
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OÖ. Nach dem zunächst äußerst rätselhaften Tod einer Stand-up-Paddlerin in Wels hat die Staatsanwaltschaft nun Details zu den Hintergründen bekanntgegeben. Demnach dürften die 31-Jährige und ihr Begleiter bei der verhängnisvollen Tour zum Traunspitz Suchtgift konsumiert haben. Die Welserin war am Sonntag gegen 4.30 Uhr in der Traun treibend gefunden worden, sie verstarb im Klinikum Wels.

Flussufer mit Kies, Gras und Bäumen unter bewölktem Himmel am Traunspitz.
Ausflug zum Traunspitz endete mit einem Todesfall. © Facebook

Demnach gab der 38-jährige Begleiter der Verstorbenen, der erst seit zwei Monaten mit der Frau zusammen war, an, dass sie im Zuge ihres gemeinsamen SUP-Ausflugs an der Traun übernachten wollten. Dort  trafen sie dann allerdings auf den Ex-Freund der Stand-up-Paddlerin sowie dessen neue Partnerin. Gemeinsam sei Alkohol und das Aufputschmittel Ketamin konsumiert worden. Eine unfassbar leichtsinnige wie lebensgefährliche Kombination im Zusammenhang mit Wasser(sport):

  • Beide Stoffe zusammen dämpfen das Gehirn stark. Es drohen Ohnmacht und plötzlicher Atemstillstand.
  • Ketamin stört die Muskeln und die Bewegung. Man weiß oft nicht mehr, wo oben und unten ist.
  • Schmerz- und Gefahrenempfinden sind stark herabgesetzt. Man merkt nicht mehr oder viel zu spät, wenn man keine Luft mehr bekommt oder unter Wasser ist.
  • Fazit der KI: Gehen Sie mit Alkohol oder Ketamin niemals ins Wasser - weder in einen See, ans Meer noch in die Badewanne.

Obendrein ist laut orf.at zwischen den bewusstseingetrübten Paaren ein Streit – "wegen einer Nichtigkeit" – ausgebrochen. Daraufhin hätten der 38-Jährige und seine Freundin den Platz mit ihren SUP-Geräten verlassen. Anfangs seien sie noch nebeneinander gepaddelt, später habe er seine Partnerin aus den Augen verloren.

Weil sie eine gute Schwimmerin war, machte sich der Begleiter laut eigenen Angaben kaum Sorgen. Kurz darauf habe er sie noch schreien gehört, danach jedoch habe sich jede Spur verloren. Als er sie nicht mehr fand - zu bedenken sei auch, dass es eine Stunde vor Sonnenaufgang noch völlig dunkel war -, setzte er einen Notruf ab. Einsatzkräfte bargen die 31-Jährige aus der Traun, sie verstarb kurz darauf im Krankenhaus in Wels. Ein Obduktionsergebnis steht laut Staatsanwaltschaft noch aus.

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