Er ist obdachlos

Steffi Graf: Große Sorge um ihren Bruder

Frau mit blonden, gelockten Haaren und weißer Bluse lächelt vor hellem Hintergrund.
© Getty Images
Die deutsche Tennis-Ikone Steffi Graf (56) durchlebt derzeit wieder einmal Stunden voller Angst und Sorge. Ihr jüngerer Bruder Michael (54), den sie seit Jahren aufopferungsvoll unterstützt und zu retten versucht, hat sein geordnetes Leben komplett hingeschmissen. Er ist obdachlos und haust in einem Zelt in der lebensgefährlichen Wüste Nevadas.
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Es ist ein schwerer Schlag für Steffi Graf, deren innigster Wunschtraum von einer friedlichen Zukunft für ihren Bruder wie eine Seifenblase zerplatzt ist. Die 56-Jährige kümmert sich seit Jahren liebevoll um Michael, der immer wieder in tiefe Krisen stürzte. Nachdem er in der Vergangenheit in seiner Nachbarschaft randaliert hatte und ihm sogar eine Haftstrafe drohte, übernahm die große Schwester zeitweise die Vormundschaft und kaufte ihm ein Haus in Las Vegas – ganz in ihrer Nähe. Doch dieses Heim wird nun verkauft. Michael hat seine Sachen gepackt und ist geflohen.

Ehe-Aus und Flucht an Todes-See

Dabei keimte erst kürzlich wieder Hoffnung bei der Sport-Legende auf. Durch Michaels Hochzeit mit seiner zweiten Ehefrau, der Anwältin Paullette Christine Deruelle (53), hoffte Steffi auf dauerhafte Stabilität. Doch das Liebesglück hielt nicht. Michael verließ Frau und Zuhause und schlug sein Zelt am Ufer des Lake Mead östlich von Las Vegas auf.

Gefährliches Pflaster

Der Ort im US-Bundesstaat Nevada gilt als extrem gefährliches Pflaster. In der unbarmherzigen Wildnis lauern nicht nur giftige Klapperschlangen, die Camper werden nachts auch immer wieder von kriminellen Banden überfallen oder von betrunkenen Brandstiftern bedroht.

Eine Frau und ein Mann lächeln bei einer Veranstaltung, Blumen und Ballontier im Vordergrund.
Steffi und Bruder Michael um 1987. © United Archives via Getty Images

Der "gutherzige Deutsche"

Am liebsten würde Steffi Graf ihren Bruder sofort aus der gefährlichen Zone herausholen. Doch Michael denkt gar nicht an eine Rückkehr. Inmitten der sogenannten Encampments – wilden Zeltlagern von Menschen, die sich die explodierenden Wohnkosten der benachbarten Spielermetropole nicht mehr leisten können – hat er ein neues Zuhause gefunden.

Leben gefällt ihm

Unter den Wüsten-Aussteigern ist der 54-Jährige mittlerweile bestens integriert und überaus beliebt. Seine Nachbarn nennen ihn respektvoll den "good-hearted German" (gutherzigen Deutschen). Der Grund: Michael besitzt mehrere mobile Solarmodule und teilt den kostbaren Strom großzügig mit den anderen Obdachlosen, damit diese ihre Handys aufladen können. Ihm selbst gefällt das freie Leben in der kargen Wildnis so gut, dass eine Rückkehr zu seiner berühmten Familie derzeit völlig ausgeschlossen scheint. Für Steffi Graf bleibt nur die Ungewissheit – doch die Tennis-Legende wird den Kampf um ihren Bruder niemals aufgeben.

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