Lehrer-Proteste

Streik-Chaos kurz vor WM-Auftakt

(FILES) This aerial view shows the Mexico City Stadium, renamed from Azteca Stadium (or Banorte Stadium) for the FIFA World Cup, in Mexico City on May 28, 2026. The World Cup kicks off on June 11 with FIFA betting that the enduring appeal of the greatest footballing show on earth can rise above anger at soaring ticket prices, an uneasy political climate in Donald Trump's America and the shadow of conflict in the Middle East. A record 48 teams and millions of fans are set to descend on the United States, Canada and Mexico for the first ever World Cup co-hosted by three nations, the largest and most logistically complex edition of the tournament ever staged. The action gets under way at Mexico City's iconic Estadio Azteca on June 11, with co-hosts Mexico taking on South Africa at 3:00 pm local time (1900 GMT), launching a sprawling, nearly six-week-long spectacle that will culminate in the final at New Jersey's 82,500-seat MetLife Stadium on July 19. (Photo by Carl DE SOUZA / AFP)
© AFP
Kurz vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft im Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt haben am Dienstag Tausende Demonstranten den Hauptzugang zu der Sportstätte blockiert.
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Die Protestaktion wurde von einer Splittergruppe der Lehrergewerkschaft CNTE organisiert, wie AFP berichtete. Im Azteken-Stadion soll am Donnerstag das Eröffnungsspiel der Männer-WM zwischen Mexiko und Südafrika stattfinden. Staatschefin Claudia Sheinbaum kritisierte den Protest als "Provokation".

"Wir wollen zum Stadion gelangen", sagte Ángel Villalobos, einer der Anführer des Protests. "Die Regierung hat ein paar Antworten gegeben, aber sie helfen nicht, sie stellen nicht zufrieden", fügte er hinzu. "Hier werden wir unseren Kampf fortsetzen", sagte Blockade-Teilnehmer Austreberto Flores.

Proteste zu WM-Auftakt garantiert

Vor der Blockade der Stadion-Zufahrt hatte Sheinbaum am Dienstag erklärt, die Entscheidung einiger Lehrerinnen und Lehrer, in der Nähe der Fanzone in der Hauptstadt zu campieren, sei "unerklärlich" und eine "Provokation". Dies sei so, als wollten die Streikenden sagen: "Schaut, wie schlecht die Lage in Mexiko ist".

Das WM-Eröffnungsspiel am Donnerstag werde trotz der Proteste "garantiert" stattfinden, versicherte die Staatschefin. Die mexikanischen Behörden würden sich auf "keine Provokation einlassen".

Forderung nach höheren Gehältern

Eine Splittergruppe der Lehrergewerkschaft CNTE hatte den Streik vergangene Woche begonnen, um eine Anhebung der Lehrergehälter und die Abkehr von einer Pensionsreform durchzusetzen. Die Regierung weist diese Forderung als nicht realisierbar zurück. Um den Druck zu erhöhen, errichten die Streikenden in den Straßen der Hauptstadt auch Barrikaden.

Die CNTE hat für Donnerstag zu einer Massendemonstration aufgerufen, an der sich auch die Angehörigen von Menschen beteiligen sollen, die von kriminellen Banden verschleppt wurden und seitdem vermisst werden.

Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse ein

Am 1. Juni hatte bereits eine Demonstration der Lehrerinnen und Lehrer in der Nähe der Fanzone auf dem Zócalo-Platz stattgefunden. Die Polizei hatte die Demonstrierenden mit Tränengas und Gummigeschossen auseinandergetrieben.

Die Fußball-WM der Männer findet bis zum 19. Juli in Mexiko, den USA und Kanada statt. Mit 48 Nationalmannschaften und 104 Spielen ist es das größte Sportereignis überhaupt.

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