Statt des Königsklassen-Play-offs kann sich Sturm nun ganz dem nationalen Tagesgeschäft widmen, ehe Mitte September die Europa League beginnt. "Das Gefühl des Verlierens war neu", sagte Ingolitsch im Rückblick auf das 0:1 gegen den türkischen Großclub, die erste Pflichtspiel-Heimniederlage seiner Ära. "Ich hoffe, dass wir schnell auf die Siegerstraße zurückkehren. Es gibt keinen besseren Moment als morgen im Ligaspiel." Mit Altach (Sa., 19.30 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) und Lustenau wartet ein Vorarlberger-Doppel, in dem der Vizemeister jeweils zu Hause Siege fest eingeplant hat. Danach nämlich wird das Programm mit Rapid (a), LASK (h), Salzburg (a) und Austria (a) "knackig".
Auch interessant
Wer dann noch das Sturm-Dress trägt, ist unklar. Bei Mittelfeldabräumer Ryan Fosso rechnete Ingolitsch mit einem baldigen Abgang, und auch Abwehrschrank Jeyland Mitchell steht laut Medienberichten vor dem Absprung. Aus Verletzungsgründen zuletzt nicht dabei war der wichtigste Spieler. "Otar Kiteishvili hat den Belastungsaufbau letzte Woche nicht gut vertragen", berichtete Ingolitsch über die hartnäckige Wadenblessur des Georgiers. "Wir versuchen, die Ursachen zu erheben und einen neuen Aufbauplan zu entwickeln." Einen Zeitpunkt für die Rückkehr des Spielmachers konnte der Coach nicht nennen. Bei Filip Rozga wird das Rapid-Match als Comebacktermin angepeilt.
Altach kennt Ingolitsch bestens, zumal die Vorarlberger noch stark auf einst von ihm implementierte Muster setzen würden. "Auf uns wartet ein stabiler Gegner, der schwer zu schlagen ist. Deswegen werden wir kämpfen, kratzen, beißen müssen, um den Sieg auf unsere Seite zu ziehen." Nach dem schmerzhaften Cup-Aus gegen Altach rückte Sturm das Kräfteverhältnis mit einem Heimsieg in der Liga bereits wieder gerade. Überhaupt ist Altach in Graz ein gern gesehener Gast. Der letzte Punktgewinn der Vorarlberger in der steirischen Hauptstadt jährt sich im Dezember zum siebenten Mal. Zehn Liga-Spiele in Folge ist Sturm gegen Altach unbesiegt.
Altachs Auswärtsprogramm "kein Zuckerschlecken"
Mit der Negativserie konfrontiert, lächelte Altach-Trainer Ognjen Zaric milde. "Ich habe es mitbekommen, dass es eine furchtbar schlechte Serie gegen Sturm gibt", sagte Zaric. "Im Idealfall können wir die Serie brechen." Man wolle den mit drei Punkten guten Start nach Graz mitnehmen. "Es ist immer eine positiv-hitzige Kulisse dort und ein Gegner, der enorm viel Qualität hat. Wir wissen, dass wir unser Leistungsmaximum erreichen müssen, um dort zu bestehen", betonte Zaric.
Altach bestreitet zum Saisonstart lauter Auswärtsspiele bei den vermeintlichen Liga-Topteams. Nach Rapid (0:1) und Sturm gastieren die Vorarlberger noch bei Meister LASK, ehe es zur ersten länderspielbedingten Pause kommt. "Das ist sicher kein Zuckerschlecken und trotzdem glaube ich, ist es für einen Spieler das Geilste", meinte Zaric mit Blick auf stimmungsvolle Kulissen.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden