Sieg gegen Brasilien
"Surreal": Haaland kann Norwegens WM-Märchen kaum glauben
Diesmal durfte Erling Haaland beim Ruder-Jubel der Norweger an der Trommel den Takt vorgeben. Danach wurde der Stürmerstar von seinen Gefühlen übermannt. "Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas erleben würde. Es ist surreal, bei einer Weltmeisterschaft gegen die besten Spieler der Welt anzutreten", sagte Haaland nach dem ersten Viertelfinal-Einzug der Skandinavier bei einer Fußball-WM überhaupt. Mit seinem Doppelpack war er beim 2:1 gegen Brasilien wieder der Matchwinner.
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"Schon die Teilnahme ist etwas Besonderes. Aber für Norwegen bei einer Weltmeisterschaft sieben Tore zu erzielen, ist noch einmal etwas ganz anderes. Es fühlt sich unwirklich an", meinte Haaland. Die norwegische Zeitung "VG" titelte: "Ein Wunder." In Oslo feierten laut Polizeiangaben mehr als 90.000 Anhänger im Stadtzentrum, im Ullevaal Stadion versammelten sich vor den Großleinwänden ebenfalls Zehntausende.
Highlights: Brasilien vs. Norwegen
© ORF
Nachdem Feuerwerk gezündet wurde, marschierten die Fans zum Königlichen Schloss weiter, wo Kronprinz Haakon die Anhänger mit Norwegen-Schal um seinen Hals begrüßte. "Ich wünschte, ich wäre dabei", sagte Haaland im fernen New Jersey. "Das ist einer der verrücktesten Tage in Norwegens Geschichte." Teamchef Stale Solbakken meinte zu den Feiern in der Heimat: "Es ist für die Fans ein großartiger Sommer."
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Haaland trifft und trifft
62 Tore in 54 Länderspielen hat der bei Salzburg zum Profi gereifte Haaland inzwischen schon erzielt. Allein sieben davon bei dieser WM. Für Manchester City trifft er bereits seit Jahren wie am Fließband. Doch so eine Topform hatte der 25-Jährige von sich und seinem Team beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko offensichtlich nicht erwartet.
Er sei nie davon ausgegangen, Brasilien bei einer WM bezwingen zu können, erklärte Haaland. "Seien wir ehrlich. Ich dachte lange, so etwas sei unmöglich. Aber offenbar habe ich mich geirrt." Die Mannschaft verändere gerade das Bild des Landes, meinte der Angreifer. Man spiele immer mutiger und besser. Die Leistung gegen den Rekordweltmeister in East Rutherford habe gezeigt, dass Norwegen ein fantastisches Team habe.
Das musste auch Vinicius Junior anerkennen. Brasiliens Topstürmer reichte Haaland fair die Hand und umarmte ihn, als er nach dem Spiel durch die Interview-Zone Richtung Bus ging. Raus aus dem Stadion, in dem am 19. Juli das Finale stattfindet. Womöglich mit Norwegen? "Ich hoffe, dass es weitergeht", sagte Haaland. Mindestens ein Kapitel gibt es noch: In Miami gegen England im Viertelfinale.
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