Fabrikschließungen?

VW-Chef sieht "intelligentere Lösungen"

Eingangstor des Volkswagen-Werks Osnabrück mit VW-Logo und blühenden Narzissen im Vordergrund.
© Getty Images
Im Ringen um die Zukunft Zehntausender Arbeitsplätze bei Volkswagen will Konzernchef Oliver Blume nach eigenen Angaben Fabrikschließungen vermeiden.
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"Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen", sagte Blume der "Bild am Sonntag" laut Vorausmeldung. Vier Werke in Deutschland gelten als gefährdet. Blume sagte, dass Einsparungen in deutschen Standorten schon Wirkung zeigten, und die Fabrikkosten allein im Vorjahr "um durchschnittlich 20 Prozent" gesunken seien.

Dies sei "ein starker Fortschritt", so Blume. Das Unternehmen müsse Kosten weiter senken. Positiv äußerte sich Blume über die neue Elektroflotte: "Von unserer neuen Einstiegsfamilie um den ID. Polo haben wir über 50.000 Autos in den ersten vier Wochen verkauft. Wir sind klarer Marktführer in Europa – bei Verbrennern und vollelektrischen Fahrzeugen." Sorgen bereitet dem VW-Chef die Weltlage: "Unser Umfeld war noch nie so anspruchsvoll und risikobehaftet wie heute. Geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, Regulatorik, Marktumbrüche und intensive Konkurrenz."

(FILES) German carmaker Volkswagen (VW) CEO Oliver Blume addresses an annual news conference to present the company's results at the company's headquarters plant in Wolfsburg, central Germany, on March 11, 2025. Europe's largest carmaker Volkswagen is considering cutting tens of thousands more jobs worldwide and shuttering up to four plants in Germany, Manager Magazin reported on June 2026. Volkswagen is already planning to cut 50,000 jobs across its brands in Germany by 2030 as it is struggling with high costs, US tariffs and fierce Chinese competition in electric vehicles. (Photo by Ronny HARTMANN / AFP)
VW-CEO Oliver Blume. © APA/AFP/RONNY HARTMANN

Blume hatte bereits angekündigt, die Produktionskapazität bis 2030 um eine Million auf neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu senken. Die Zahl der Modelle soll bis 2035 um die Hälfte reduziert werden, um kostengünstiger und effizienter produzieren zu können. Die Marken sollen sich weniger überlappen - Modelle von VW, Skoda und Seat etwa machen sich gegenseitig Konkurrenz.

40.000 Beschäftigte in gefährdeten Betrieben

In den gefährdeten Werken in Zwickau, Emden, Neckarsulm und Hannover arbeiten 40.000 Menschen. VW überlegt nach früheren Angaben, dort Rüstungsfirmen anzusiedeln oder eigene, in China entwickelte Modelle zu bauen. Zudem sollen bis 2030 von weltweit 21.000 Management-Posten 5000 gestrichen werden. Wie viele der mehr als 650.000 Arbeitsplätze weltweit wegfallen könnten, hatte der Vorstand offen gelassen.

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