Ab 13. Juli
Wiener Linien streichen diese Ring-Haltestelle
Falschparker, dichter Verkehr und blockierte Gleise kosten Öffi-Fahrgäste täglich wertvolle Lebenszeit. Das soll sich in Wien jetzt radikal ändern. Mit einem großen Beschleunigungsprogramm wollen die Stadt Wien und die Wiener Linien dafür sorgen, dass Straßenbahnen und Busse fast nur noch bei den Haltestellen stehen bleiben. "Wer täglich mit Bus und Bim unterwegs ist, soll von einem schnellen und verlässlichen Angebot profitieren. Die ersten umgesetzten Maßnahmen bringen bereits spürbare Zeitgewinne für unsere Fahrgäste“, freut sich Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl.
Kürzere Fahrten bei Linie D
Auf der Linie D wurden sechs von mehr als 20 geplanten Maßnahmen umgesetzt. Nach Umsetzung des gesamten Maßnahmenbündels soll die Linie D durchschnittlich um bis zu drei Minuten pro Fahrtrichtung beschleunigt werden, in Summe also bis zu sechs Minuten. Erzielt wird das durch kluge Ampelschaltungen. An der Kreuzung Canettistraße und Arsenalstraße verkürzt sich die Wartezeit für Fahrgäste um bis zu vier Minuten. Auch bei der Heiligenstädter Straße zeigt das Signal für die Bim jetzt früher Grün.
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Schwellen trennen Autos von den Gleisen
In der Prinz-Eugen-Straße sorgt bald ein neues Parkverbot dafür, dass Autos nicht mehr die Schienen blockieren. In Döbling wird die Trennung noch deutlicher. Auf der Heiligenstädter Straße kommen sogenannte Stuttgarter Schwellen zum Einsatz, die die Pkw-Spur auf einer Länge von 250 Metern klar von den Gleisen trennen. Am Kärntner Ring dürfen durch eine längere Grünphase künftig zwei Straßenbahnen gleichzeitig fahren. Davon profitieren die Linien D, 1, 2 und 71. Eine eigene Spur für Rechtsabbieger sorgt zudem dafür, dass Autos der Bim nicht mehr im Weg stehen.
Haltestelle Parlament wird aufgelassen
Eine große Änderung steht mit 13. Juli bevor. Die Linie D verliert eine Station und hat künftig nur mehr 31 Haltestellen. Die Station Parlament wird komplett aufgelassen, weil sie im Vergleich zu den Nachbarstationen kaum genutzt wird. Die Haltestellen Volkstheater und Rathausplatz liegen nur rund 200 Meter entfernt. Die Station beim Volkstheater wird im Zuge dessen in "Parlament, U Volkstheater" umbenannt. Das begrünte Wartehäuschen wird recycelt und wandert zur Linie 49 beim Volkstheater. Durch das Aufheben der Station sparen sich die Fahrgäste aller Ring-Linien hochgerechnet über 200.000 Stunden im Jahr.
Freie Fahrt auch für die Linie O
Die Linie O wird ebenfalls fit für die Zukunft gemacht, vor allem im Hinblick auf die kommende Sperre der S-Bahn-Stammstrecke. Bis zu 30 Problemstellen wurden analysiert. Am Landstraßer Gürtel läuft bereits ein neues Ampelprogramm, das die Stehzeiten verkürzt. Schlecht geparkte Fahrzeuge in der Radetzkystraße sollen durch neue Markierungen verhindert werden. In der Ungargasse stoppt ein neues Parkverbot den Rückstau auf den Gleisen, wodurch die Fahrt der Bim um eineinhalb Minuten kürzer wird. Als Nächstes folgen Optimierungen bei der Linie 6 und beim Bus 10A.
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