Andritz

Andritz nach 9 Monaten wie erwartet mit deutlich weniger Gewinn

Der steirische Anlagenbauer hat in den ersten drei Quartalen 2009 wie erwartet weniger umgesetzt und auch deutlich weniger verdient. Der Umsatz in der Gruppe fiel mit 2,33 Mrd. Euro um 8,2 % schwächer aus als in den ersten neun Monaten des Vorjahres, das Konzernergebnis nach Fremdanteilen verringerte sich um 43,5 % auf 59,6 Mio. Euro.

Der bisherige Ausblick wird vom Vorstand bestätigt: Für das Gesamtjahr 2009 rechnet der Anlagenbauer mit einem Umsatzminus von rund 15 % und einem geringerem Konzernergebnis.

Die vorgelegten Zahlen entsprechen in etwa den Erwartungen der heimischen Analysten. Sie rechneten im Vorfeld im Schnitt mit einem Umsatz von 2,34 Mrd. Euro und einem Konzernergebnis von 57,8 Mio. Euro.

Im dritten Quartal lag der Auftragseingang um 10 % über dem Vorjahresquartal, in den ersten drei Quartalen mit 2,55 Mrd. Euro jedoch noch um 11,9 % unter dem Vorjahresniveau. Der Auftragsstand per 30. September betrug 4,51 Mrd. Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahresniveau von 4,56 Mrd. Euro.

"Rentabilität zufriedenstellend", EBITA-Marge gesunken

Die Rentabilität im 3. Quartal bezeichnet Andritz als zufriedenstellend. Das EBITA lag mit 45,5 Mio. Euro um 21 % unter dem Vorjahrsvergleichswert von 57,6 Mio. Euro. Die EBITA-Marge verringerte sich, bei rückläufigem Umsatz, von 6,5 auf 6,0 %. Besonders erfreulich habe sich die Rentabilität im Geschäftsbereich Hydro entwickelt.

In den ersten 9 Monaten zusammen ging das EBITA um 37,1 % von 162,1 auf 102,0 Mio. Euro zurück - im wesentlichen wegen der im 2. Quartal gebuchten Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von 24 Mio. Euro sowie der niedrigeren Umsätze. Die Neunmonats-EBITA-Marge verringerte sich auf 5,4 (6,4) %.

Das Finanzergebnis der Gruppe stieg im Q3 - vor allem durch Kursgewinne veräußerter Geldmarktfonds - auf 9,5 (1,5) Mio. Euro. In den 9 Monaten zusammen erhöhte sich das Finanzergebnis von 0,6 auf 6,6 Mio. Euro.

Die Eigenkapitalquote der Gruppe lag per 30. September wie schon zum Jahresende 2008 bei 18,7 %. Die liquiden Mittel (flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens) lagen mit 1,056 Mrd. Euro über den 821,8 Mio. Euro von Ende 2008. Die Netto-Liquidität (liquide Mittel plus Marktwert der Zinsswaps minus Finanzverbindlichkeiten) stieg deutlich von 408,9 auf 659,5 Mio. Euro an.

Die Investitionen sanken im 3. Quartal um 22,8 % auf 11,2 (14,5) Mio. Euro, in den 9 Monaten wuchsen sie aber um 21,8 % auf 51,4 (42,2) Mio. Euro. Der Mitarbeiterstand lag zum Quartalsende mit 13.176 um 0,4 % tiefer als ein Jahr davor (13.225).