AstraZeneca-Chef nimmt nach Gewinneinbruch seinen Hut

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca zieht nach einem Gewinneinbruch die Reißleine und trennt sich von Firmenchef David Brennan. Brennan werde am 1. Juni zurücktreten, kündigte AstraZeneca mit Vorlage der Bilanz zum abgelaufenen Quartal an.

Brennan steht seit längerem unter Druck, aktiv Zukäufe zu verfolgen, um neue, vielversprechende Medikamente ins Unternehmen zu bringen. Eines der wichtigsten Arzneimittel von AstraZeneca, das Psychopharmakon Seroquel, hat gerade den Patentschutz verloren und der große Umsatzeinbruch steht erst noch bevor. Dennoch kam es bereits im abgelaufenen Quartal zu einem Gewinnrückgang um 19 Prozent auf 1,81 Dollar je Aktie.

Den Umsatz bezifferte AstraZeneca auf 7,35 Mrd. Dollar. Analysten hatten mit höheren Umsätzen gerechnet, aber mit noch weniger Gewinn. Für das Gesamtjahr senkte AstraZeneca seine Gewinnprognose.

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