Mobilität

Autokauf 2026: Österreicher bleiben Benzin treu – Hybrid holt auf, E-Auto weiter abgeschlagen

Die neue Kfz-Studie 2026 der Wiener Städtische Versicherung zeigt: Verbrenner dominieren weiterhin den Autokauf in Österreich. Gleichzeitig steigt die Offenheit für neue Technologien, strengere Regeln und autonome Fahrzeuge – besonders bei jüngeren Generationen.

Kfz-Studie 2026: Gabriele Reithner, Senior Studienleiterin Gallup Institut und Gabriele Reithner, Senior Studienleiterin Gallup Institut

Kfz-Studie 2026: Gabriele Reithner, Senior Studienleiterin Gallup Institut und Gabriele Reithner, Senior Studienleiterin Gallup Institut

© Wiener Städtische

Verbrennungsmotor bleibt dominierend – Hybrid legt deutlich zu, wie eine aktuelle Kfz-Studie der Wiener Städtischen Versicherung, durchgeführt vom Gallup Institut, zeigt. Klassische Antriebe prägen weiterhin den österreichischen Automarkt. 58 Prozent der Befragten fahren einen Benziner, 37 Prozent einen Diesel. Hybrid- und Elektrofahrzeuge kommen zusammen lediglich auf 14 Prozent.
Auch beim geplanten Autokauf bleiben Verbrenner führend: Rund ein Drittel bevorzugt Benzin, 28 Prozent Diesel. Auffällig ist jedoch die Dynamik bei Hybridfahrzeugen – bereits ein Viertel zieht diese Option in Betracht. Reine Elektroautos bleiben mit 14 Prozent Schlusslicht. „Die Zahlen zeigen klar: Die Transformation der Mobilität ist in vollem Gange. Während alternative Antriebe zunehmend an Bedeutung gewinnen, bleibt der Verbrennungsmotor vorerst jedoch ein zentraler Bestandteil des Autokaufs“, erklärt Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen.

Gen Y (25 bis 45-jährige) gibt Gas und fährt gerne schneller als erlaubt. Darüber hinaus gewinnt das Auto auch für jüngere Menschen wieder an Bedeutung - es steht für Unabhängigkeit und Freiheit.

Gen Y (25 bis 45-jährige) gibt Gas und fährt gerne schneller als erlaubt. Darüber hinaus gewinnt das Auto auch für jüngere Menschen wieder an Bedeutung - es steht für Unabhängigkeit und Freiheit.

© Gettyimages

Auto bleibt unverzichtbar – Bedeutung steigt bei Jüngeren
Für rund zwei Drittel der Österreicher ist das Auto weiterhin essenziell im Alltag – beruflich wie privat. Besonders hoch ist die Bedeutung im ländlichen Raum mit 74 Prozent.
Während sich der Stellenwert bei 55 Prozent nicht verändert hat, berichten 30 Prozent von einer steigenden Bedeutung – insbesondere bei jüngeren Menschen.
„Das Auto ist für viele Menschen weit mehr als ein Fortbewegungsmittel – es steht nach wie vor für Unabhängigkeit und persönliche Freiheit. Gerade in ländlichen Regionen ist das Auto – auch aufgrund der mangelnden Alternativen – unabdingbar“, so Wendler.

Selbstbild: Mehrheit hält sich für gute Autofahrer
Acht von zehn Österreichern sehen sich als (sehr) gute Autofahrer. Männer bewerten sich dabei mit 86 Prozent selbstbewusster als Frauen (79 Prozent). Jüngere unter 30 zeigen sich hingegen etwas kritischer gegenüber den eigenen Fahrkünsten.

Gen Y (25 bis 45-jährige) gibt Gas und fährt gerne schneller als erlaubt. Darüber hinaus gewinnt das Auto auch für jüngere Menschen wieder an Bedeutung - es steht für Unabhängigkeit und Freiheit.

Gen Y (25 bis 45-jährige) gibt Gas und fährt gerne schneller als erlaubt. Darüber hinaus gewinnt das Auto auch für jüngere Menschen wieder an Bedeutung - es steht für Unabhängigkeit und Freiheit.

© Gettyimages

Tempolimits: Mehrheit hält sich daran – Generation Y fährt schneller
Die Mehrheit der Autofahrer bleibt auf Autobahnen beim Tempolimit von 130 km/h. Dennoch gibt rund ein Fünftel an, im Schnitt schneller unterwegs zu sein. Besonders auffällig ist die Generation Y (30 bis 45 Jahre): 26 Prozent dieser Gruppe fahren nach eigenen Angaben regelmäßig schneller als erlaubt.

Digitale Vignette spaltet – Pickerl-Reform überzeugt
Die Umstellung auf die digitale Autobahn-Vignette ab Dezember 2026 sorgt für geteilte Meinungen: 49 Prozent sehen darin eine Verbesserung, 51 Prozent sprechen von Zwangsdigitalisierung. Jüngere Befragte bewerten die Neuerung deutlich positiver.
Breite Zustimmung gibt es hingegen für die neuen §57a-Pickerl-Intervalle: Über 70 Prozent begrüßen die Verlängerung auf zwei Jahre, nur 7 Prozent lehnen sie ab.

Skepsis beim autonomen Fahren

Skepsis beim autonomen Fahren

© Gettyimages

Autonomes Fahren: Interesse hoch, Skepsis bleibt
Rund 60 Prozent der Österreicher können sich vorstellen, künftig ein selbstfahrendes Auto zu kaufen – sofern die Technologie marktreif ist. Männer zeigen sich dabei deutlich offener als Frauen.
Gleichzeitig sieht knapp die Hälfte der Befragten Risiken im autonomen Fahren. Frauen äußern dabei deutlich größere Bedenken.

Alkohol-Wegfahrsperren finden breite Unterstützung
Technische Systeme zur Alkoholkontrolle im Fahrzeug stoßen auf breite Zustimmung: Rund zwei Drittel sprechen sich dafür aus. Frauen unterstützen diese Maßnahme mit 73 Prozent stärker als Männer mit 60 Prozent.

Doris Wendler, Vorstandsdirektorin Wiener Städtische Versicherung

Doris Wendler, Vorstandsdirektorin Wiener Städtische Versicherung

© Marlena König

Versicherung: Vollkasko leicht im Aufwind42 Prozent der Autobesitzer setzen auf eine Vollkaskoversicherung – mit steigender Tendenz. Dennoch bleibt ein Drittel bei der reinen Haftpflichtversicherung. Teilkasko ist vor allem bei unter 30-Jährigen überdurchschnittlich verbreitet.„Die Entwicklung zeigt, dass das Bewusstsein für einen umfassenden Schutz zunimmt. Gleichzeitig gibt es noch deutliches Potenzial, insbesondere bei jenen, die aktuell ausschließlich auf die Haftpflicht setzen – gerade vor dem Hintergrund steigender Reparaturkosten“, so Wendler.

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