Bernanke will bei lockerer Geldpolitik bleiben

Die US-Notenbank wird nach den Worten ihres Chefs Ben Bernanke ihre ultralockere Geldpolitik bis auf weiteres fortsetzen. Ein solches Vorgehen sei für die absehbare Zukunft erforderlich, sagte Bernanke am Mittwochabend auf einer Konferenz in Cambridge in Massachusetts. Schließlich sei die Inflation niedrig und die Lage am Arbeitsmarkt nicht so gut wie es die Arbeitslosenquote vermuten lasse.

Er erwarte, dass die Inflation sich wieder der Rate von zwei Prozent annähere, die von der Fed als Ziel ausgegeben wurde.

Bernanke sagte zudem, die Fed werde die Zinsen nicht automatisch anheben, wenn die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gesunken sei. Eine Anhebung könne auch erst einige Zeit danach kommen, erklärte er. Der Fed-Chef fügte hinzu, es sei ermutigend, dass die US-Wirtschaft wachse, obwohl es von der Fiskalseite her sehr starken Gegenwind gebe.

Die Frage, wann die zinsdrückenden Anleihekäufen von derzeit monatlich 85 Milliarden Dollar (66 Mrd. Euro) gedrosselt werden sollen, versetzt die Finanzmärkte seit Wochen in Aufregung. Erst Ende Juni hatte Fed-Chef Ben Bernanke vage Andeutungen gemacht, dass ein Herunterfahren beginnen könne - und die Börsen hatten mit einer spontanen Talfahrt reagiert.