Der Euro legt am Nachmittag etwas zu

Der Euro hat sich heute, am frühen Mittwochnachmittag von seinen Abschlägen vom Vormittag erholt. Gegen 15 Uhr notierte der Euro bei 1,2834 US-Dollar, nachdem er vorübergehend unter 1,28 Dollar gerutscht war.

Ein Marktteilnehmer verwies auf schlechter als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten, die beim Euro/Dollar-Kurs für Auftrieb sorgten. Demnach erhöhte sich die Beschäftigtenzahl im März im Vergleich zum Vormonat um 158.000, wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit einem Zuwachs um 200.000 Stellen gerechnet. Im weiteren Verlauf sind die Augen vor allem auf den ISM-Index für den Servicesektor gerichtet.

Die Anleger blicken zudem mit Spannung auf die Europäische Zentralbank (EZB), die am morgigen Donnerstag über den Leitzins entscheiden wird. Zwar rechnen die meisten Experten nicht damit, dass die EZB etwas an ihrer Geldpolitik ändert - die Leitzinsen dürften vorerst weiter auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent verharren. Möglich ist aber, dass sich ein Teil der 23 Notenbanker im EZB-Rat inzwischen eine weitere geldpolitische Lockerung vorstellen könnte, hieß es aus Expertenkreisen.

Der EZB-Richtkurs des Euro wurde heute mit 1,2828 (zuletzt: 1,2840) Dollar ermittelt und liegt damit 0,02 Prozent oder 0,0002 Einheiten unter dem Ultimowert 2012 von 1,3194 Dollar. Die EZB fixierte den Euro/Pfund-Richtkurs mit 0,8484 (0,8469) britischen Pfund, den Euro/Franken-Richtwert mit 1,2167 (1,2159) Schweizer Franken und den Euro/Yen mit 119,96 (119,79) japanischen Yen.