Deutsche Wirtschaft wuchs im 4. Quartal um 0,4%

Die deutsche Wirtschaft hat Ende 2013 wegen besser laufender Exporte überraschend an Schwung gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zwischen Oktober und Dezember gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte.

Ökonomen hatten damit gerechnet, dass Europas größte Volkswirtschaft wie schon im Vorquartal nur um 0,3 Prozent wächst. Anfang 2013 hatte es wegen des strengen Winters nur zur Stagnation gereicht, im Frühjahr folgte dann ein Plus von 0,7 Prozent.

Für positive Impulse sorgte zum Jahresende vor allem der Außenhandel, da die Exporte von Waren und Dienstleistungen "sehr viel stärker" wuchsen als die Importe. "Aus dem Inland kamen dagegen gemischte Signale", erklärten die Statistiker. Die staatlichen Konsumausgaben stagnierten, die privaten schrumpften sogar leicht. Dagegen wurde sowohl in Ausrüstungen wie Maschinen und Anlagen als auch in Bauten deutlich mehr investiert.

2013 reichte es trotz des guten Jahresausklangs lediglich zu einem Wachstum von 0,4 Prozent, bestätigten die Statistiker ihre Schätzung von Jänner. 2012 waren es 0,7 Prozent.

Die deutsche Regierung rechnet in diesem Jahr mit einem Plus von 1,8 Prozent, das sich 2015 auf 2,0 Prozent erhöhen soll. "Die deutsche Wirtschaft ist auf einen stabilen und breit angelegten Erholungskurs eingeschwenkt", sagte der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der in dieser Woche erstmals den Jahreswirtschaftsbericht der Regierung präsentierte.

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