Dow Chemical wegen Preisabsprache zu Milliardenstrafe verdonnert

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In den USA ist der Chemiekonzern Dow Chemical wegen Preisabsprachen zu einer Geldstrafe von 1,2 Mrd. Dollar (932,8 Mio. Euro) verurteilt worden. Ein Gericht im US-Bundesstaat Kansas sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass Dow Chemical zusammen mit anderen Herstellern heimlich höhere Preise für die Industrie-Chemikalie Urethan vereinbarte.

Dadurch sei den Kunden ein großer Schaden entstanden. Der Anwalt von Dow Chemical kündigte an, die Entscheidung des Richters anfechten zu wollen.

Urethan wird unter anderem dafür benötigt, um Schaumstoffe für Möbel und Fahrzeuge herzustellen. Das Kartell war 2005 aufgeflogen. Involviert war eine ganze Reihe von Konzernen, darunter auch die deutschen Hersteller Bayer und BASF. In beiden Fällen wurde in den vergangenen Jahren eine außergerichtliche Einigung erreicht: Bayer zahlte 55 Mio. Dollar und BASF 51 Mio. Dollar.

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