Europas Börsen im Frühhandel einheitlich im Plus

Die Leitbörsen in Europa notierten am Donnerstag im frühen Handel einheitlich im grünen Bereich. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 stieg bis 10.00 Uhr um 0,62 Prozent auf 3.155,45 Punkte.

In Europa wird der Handelstag von der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) dominiert. Nach der zuletzt schwachen Preisentwicklung im Euroraum sind immer wieder Diskussionen aufgekommen, ob eine weitere Lockerung der Geldpolitik erfolgen könnte. Die Mehrheit der Analysten rechnet allerdings nicht damit. Analyst Dirk Gojny von der National-Bank sagte dementsprechend, dass die EZB-Pressekonferenz "zu einem viel beachteten Non-Event werden" könnte.

Zuvor werden noch die Auftragseingänge der deutschen Industrie für Jänner erwartet. Weitere Impulse könnten vom wöchentlichen US-Arbeitsmarktbericht kommen, der am Nachmittag veröffentlicht wird.

Für Bewegung sorgte im Frühhandel die laufende Berichtssaison. Jahreszahlen wurden etwa von der Deutschen Telekom vorgelegt. Dank es des boomenden US-Geschäfts befindet sie sich erstmals seit Jahren wieder auf Wachstumskurs. Dafür muss sie allerdings Einbußen beim Barmittelzufluss hinnehmen. Am Markt zeigte man sich enttäuscht, die Papiere gaben im Frühhandel 2,46 Prozent auf 11,9 Euro nach. Zusätzlich dürfte belastet haben, dass Vorstandschef Tim Höttges den Verkauf der US-Mobilfunktochter mittlerweile für wenig wahrscheinlich hält.