Europas Leitbörsen schließen kaum verändert

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch kaum verändert aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich 0,12 Prozent auf 3.279,20 Zähler.

Vor der zinspolitischen Sitzung der US-Notenbank Fed und der anschließenden Pressekonferenz der Fed-Chefin Janet Yellen hielten sich Anleger überwiegend zurück, hieß es von Marktteilnehmern. Analysten erwarten eine Beibehaltung des Niedrigzins und eine weitere Reduktion des Anleihenkaufprogramms von derzeit 45 Mrd. Dollar auf 35 Mrd. Dollar. Große Überraschungen dürften ausbleiben.

Bei den Einzelwerten beendeten Alstom den Tag mit einem Plus von 1,74 Prozent. Im Bieterkampf um das französische Unternehmen bleibt es spannend. Das US-Unternehmen General Electric (GE) bereitet nach Informationen der Tageszeitung "Le Figaro" ein neues Angebot vor. Die Amerikaner wollen demnach unter anderem akzeptieren, nur einen Teil des Stromnetzgeschäfts der Franzosen zu bekommen. Damit sollen Siemens und dessen japanischer Partner Mitsubishi Heavy Industries (MHI) doch noch ausgestochen werden. Siemens schlossen unterdessen mit minus 0,28 Prozent.

H&M-Titel gingen um 0,45 Prozent tiefer aus dem Handel, obwohl boomende Geschäfte mit der Frühlingskollektion der Modekette einen Gewinnsprung im zweiten Geschäftsquartal beschert haben. Zudem profitierten die Schweden von ihrem Sparkurs. Der Gewinn nach Steuern ist zwischen März und Ende Mai um ein Viertel auf 5,81 Mrd. Schwedische Kronen (646 Mio. Euro) gestiegen.

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In Deutschland legten Papiere von Rheinmetall 2,10 Prozent zu. Das Rüstungsunternehmen konnte einen Großauftrag in der Höhe von 2,7 Mrd. Euro aus Algerien an Land ziehen. Rheinmetall wird in den kommenden Wochen einen Vertrag zur Produktion von 980 Panzern des Typs "Fuchs 2" unterzeichnen, wie das "Handelsblatt" berichtete.

Enel verloren moderate 0,23 Prozent. Der italienische Stromversorger will einem Unternehmensinsider zufolge zum Schuldenabbau Beteiligungen in Osteuropa verkaufen. Die Entscheidung zum Abschied aus der Region habe jedoch nichts mit der politischen Situation zu tun, hieß es. Es gebe bereits Interessenten für die betroffenen Geschäftsteile. In Medienberichten war zuvor über den Verkauf von Beteiligungen in der Slowakei, Russland und Rumänien spekuliert worden. Enel wollte sich nicht dazu äußern.