Europas Leitbörsen schließen überwiegend im Plus

Die Europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag überwiegend im Plus aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich 0,61 Prozent auf 3.206,76 Zähler.

Ganz im Zentrum der Aufmerksamkeit stand heute die zinspolitische Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Trotz der extrem niedrigen Inflation halten die Währungshüter den Leitzins im Euroraum bei 0,25 Prozent. Die Entscheidung fiel im Schatten der immer größer werdenden Deflationsängste. Der EZB-Präsident Mario Draghi hat Anleger aber auf eine weitere Lockerung des geldpolitischen Kurses eingestimmt. "Der EZB-Rat ist sich einig, auch unkonventionelle Instrumente einzusetzen, die ihm innerhalb seines Mandats zur Verfügung stehen, um effektiv gegen die Risiken einer zu lange dauernden Phase niedriger Inflationsraten vorzugehen", sagte Draghi in einer Pressekonferenz im Anschluss an die EZB-Sitzung. Auf den Finanzmärkten rief dies teilweise starke Reaktionen hervor.

Auf Branchensicht zeigte sich am heutigen Handelstag vor allem der Bankensektor stark und verzeichnete die größten Zugewinne. Kosten für die Geldaufnahme verringerten sich in Ländern wie Italien, Portugal, Spanien und Griechenland. Größte Gewinner im Euro-Stoxx-50 waren daher die spanische Banco Bilbao Vizcaya Argentaria mit plus 3,61 Prozent, gefolgt von den italienischen Instituten Intesa Sanpaolo (plus 3,24 Prozent) und Unicredit (plus 2,81 Prozent). Am unteren Ende des Stoxx-50 notierte die Deutsche Bank mit minus 1,13 Prozent, Analysten hatten heute Kursziel und Bewertung gesenkt.