Bald kann man Geld an Handy-Kontakte senden

Banken starten Apps

Bald kann man Geld an Handy-Kontakte senden

Vergleichbar mit WhatsApp für kleinere Geldsendungen - Betrag kommt "in Echtzeit" auf Bankkonto.

Künftig wird man an seine Handy-Kontakte nicht nur Text-, Audio- und Videonachrichten verschicken können, sondern über eine eigene App auch kleinere Geldbeträge - vorstellen kann man sich das wie WhatsApp für Geldsendungen. Die österreichischen Banken wollen mit dem Angebot in den nächsten Wochen starten, die technische Lösung kommt von der Payment Services Austria.

Die Bank Austria will ihren Kunden das neue Produkt ab Mitte August anbieten, Raiffeisen (oben ist RBI-Chef Johann Strobl zu sehen) will Zahlungen von Handy zu Handy ab Ende September ermöglichen.

Für kleinere Beträge

Gedacht sei das Angebot für "Kleinstbeträge, also 10, 100 oder 150 Euro", heißt es dazu aus der Raiffeisenlandesbank OÖ. "Wenn beispielsweise einer die Restaurantrechnung für den gesamten Tisch begleicht, können ihm die anderen ihren Anteil sofort zahlen - ganz simpel mit dem Handy", sagte Vorstandsdirektor Stefan Sandberger, der innerhalb der Raiffeisenbanken-Gruppe für den Bereich Zahlungsverkehr zuständig ist. "Das funktioniert bei Android und iOS", so Sandberger laut Aussendung.

Voraussetzung ist, dass Zahler und Empfänger die entsprechende App auf ihrem Handy installiert haben, sie müssen aber nicht Kunden derselben Bank sein. Die Registrierung erfolgt mit den Daten, die man bereits für das Online-Banking verwendet, unabhängig von der SIM-Karte im Handy oder vom Netzbetreiber - und auch eine Mehrfach-Installation auf verschiedenen Geräten ist möglich.

Übertragung erfolgt über das Internet

Anders als beim berührungslosen Bezahlen an der Supermarktkassa ist auch keine räumliche Nähe zwischen Sender und Empfänger nötig, die Übertragung erfolgt über das Internet.

Der Vorteil gegenüber der normalen Online-Überweisung: Man muss die Kontodaten des Empfängers nicht kennen und das Geld wird "in Echtzeit" auf das Bankkonto des Empfängers gebucht, versicherte ein Raiffeisen-Sprecher auf Anfrage der APA.

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