Europas Leitbörsen eröffnen im Minus

Schwache Vorgaben

Europas Leitbörsen eröffnen im Minus

Besonders unter Druck geraten sind die Rohstoffwerte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Donnerstag im frühen Handel einheitlich mit Verlusten tendiert. Um 10.35 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7.416,97 Punkten, das entspricht einem Minus von 78,08 Einheiten oder 1,04 Prozent. In London gab der FT-SE-100 50,7 Einheiten oder 0,85 Prozent auf 5.925,32 Zähler ab.

Euro-Stoxx-50 mit  -1,11 Prozent
Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 sank 32,59 Einheiten oder 1,11 Prozent auf 2.909,84 Punkte. Schwache Vorgaben aus Übersee haben die europäischen Börsen im frühen Handel belastet. An der Wall Street hatte am Mittwoch ein erneuter Ausverkauf bei den Rohstoffen - insbesondere bei Kupfer und Rohöl - für Druck auf die US-Energiewerte sowie auf die asiatischen Börsen gesorgt. Darüber hinaus machte der Anstieg der Inflation in China den Anlegern Sorgen. Es wird befürchtet, dass die Regierung in Peking die geldpolitischen Zügel nun erneut anziehen und damit die chinesische Konjunktur weiter abkühlen könnte. Zudem lieferte in Frankfurt einmal mehr die Berichtssaison neue Impulse. Am Nachmittag stehen noch US-Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen sowie die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten auf der Agenda.

Preisrutsch bei Rohstoffen belastet
Vor dem Hintergrund des gestrigen Preisrutschs der Rohstoffe standen die Werte der entsprechenden Sektoren im Zentrum der Aufmerksamkeit. So verloren beispielsweise in London Rio Tinto 2,61 Prozent auf 4.075 Pence, BHP Billiton rutschten um 2,89 Prozent auf 2336,5 Pence ab. Aber auch ArcelorMittal (minus 1,65 Prozent auf 24,08 Euro) und Repsol (minus 0,91 Prozent auf 22,88 Euro) fanden sich unter den Verlierern. Im europäischen Vergleich zeigten sich der Rohstoff- sowie der Ölsektor mit deutlichen Abschlägen.

Unternehmenszahlen im Fokus
In Frankfurt brachte neben einigen anderen Unternehmen RWE Zahlen. Im ersten Quartal hat das Unternehmen zwar einen Gewinnrückgang verzeichnet, konnte aber dennoch die Erwartungen der Analysten übertreffen. Die Papiere verbilligten sich jedoch um 0,44 Prozent auf 43,64 Euro an.

Auch der französische Versorger EdF legte heute Quartalszahlen vor. Diese fielen beim Umsatz leicht rückläufig aus. Am Ausblick auf das Gesamtjahr hält der Konzern jedoch fest. 2011 soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um vier bis sechs Prozent wachsen. EdF tendierten im frühen Handel um 0,21 Prozent höher bei 28,68 Euro.

Alcatel-Lucent verloren 1,29 Prozent auf 4,297 Euro. Die Papiere des Telekomausrüsters hätten unter der Nachricht gelitten, dass der CEO des US-Netzwerkausrüsters Cisco, John Chambers, die Umsatzprognosen für das laufende Geschäftsjahr verworfen hatte. Ursprünglich war ein Umsatzwachstum von 12 bis 17 Prozent angekündigt worden. Der Grund für die Zurücknahme der Prognose sei die schwache Nachfrage gewesen, hieß es.