DAX

DAX und Co

Europas Leitbörsen starten mit Verlusten

Die Leitbörsen in Europa starteten einheitlich mit Verlusten.

Gegen 10.00 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7.169,32 Punkten, das entspricht einem Minus von 45,42 Einheiten oder 0,63 Prozent. In London fiel der FT-SE-100 25,0 Einheiten oder 0,43 Prozent auf 5.821,91 Zähler. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich um 18,37 Einheiten oder 0,68 Prozent auf 2.676,92 Punkte.

Bernankes Aussagen haben die europäischen Börsen am Freitag an die leichtere Tendenz vom Vortag anknüpfen lassen. Der Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte nun die Bereitschaft der Fed, abermals der schwächelnden Konjunktur unter die Arme zu greifen relativiert. Die Zentralbank sei "zum jetzigen Punkt" nicht für weitere Maßnahmen vorbereitet, so Bernanke am Donnerstag. Mit S&P droht nun die zweite Ratingagentur den USA mit einer Abstufung der langfristigen Kreditwürdigkeit.

Positiv ausgefallene Zahlen von Google hätten vor größeren Verlusten bewahrt, hieß es. Am Nachmittag stehen aktuelle Daten aus den USA auf der Agenda, darunter die Verbraucherpreise und Industrieproduktionsdaten.

Vor dem Hintergrund der für heute zur Veröffentlichung anstehenden Ergebnisse des jüngsten Banken-Stresstests, rückten Bankenwerte in den Fokus. Credit Agricole verloren 1,56 Prozent auf 8,61 Euro, Generali sanken 0,47 Prozent auf 8,46 Euro. Auch Societe Generale zählten zu den größten Verlierern innerhalb des EuroStoxx-50. Die Titel gaben um 1,03 Prozent auf 35,15 Euro nach. Commerzbank-Aktien rutschten um 2,72 Prozent an das Dax-Ende, Papiere der Deutschen Bank sanken um 1,25 Prozent auf 37,23. Royal Bank of Scotland notierten mit Abschlägen von 0,45 Prozent bei 35,27 Pence.

Nachdem der Weg für die Fusion zur weltgrößten Börse nun frei ist und die große Mehrheit der Deutsche-Börse-Aktionäre für den Zusammenschluss mit der NYSE Euronext stimmte, notierten Deutsche-Börse-Titel unter den wenigen Gewinnern mit einem leichten Plus von 0,42 Prozent auf 53,22 Euro. Autowerte waren im Vergleich auch recht gut gesucht. BMW verzeichneten ein Plus von 0,37 Prozent auf 71,26 Euro. In Paris konnten Michelin mit einem leichten Kursplus von 0,12 Prozent auf 64,68 Euro am oberen Ende des französischen CAC notieren.

Rohstoffwerte tendierten ohne klare Richtung. Glaxosmithkline konnten ein Plus von 0,56 Prozent auf 1.337,5 Pence verzeichnen, BHP Billiton waren indes mit einem Abschlag von 2,10 Prozent auf 2.336 Pence unter den größten Verlierern an der Londoner Börse angesiedelt.