Frankreich muss deutlich höhere Zinsen für frisches Geld zahlen

Die zweitgrößte Euro-Wirtschaft Frankreich hat am Donnerstag deutlich höhere Zinsen für frisches Kapital zahlen müssen. In einem ungünstigen Marktumfeld stiegen die zu zahlenden Renditen bei vier Auktionen neuer Staatsanleihen spürbar an.

Die Nachfrage war überwiegend robust. Lediglich bei einer fünfjährigen Anleihe, mit dem das größte Volumen aufgenommen wurde, ging sie spürbar zurück. An den Sekundärmärkten, wo bestehende Anleihen gehandelt werden, legten die Renditen nach der Auktion zu.

Mit einer fünfjährigen Anleihe mit Fälligkeit im Juli 2016 nahm Frankreich 3,33 Mrd. Euro auf. Die Rendite stieg von 2,31 Prozent bei einer vergleichbaren Auktion im Oktober auf 2,82 Prozent. Die Nachfrage war deutlich schwächer als im Oktober. Mit drei weiteren Anleihen, die zwischen zwei und fünf Jahren laufen, nahm Frankreich zusätzlich 3,6 Mrd. Euro auf. Auch hier legten die Renditen deutlich zu, die Nachfrage war jedoch stärker als bei vorhergehenden Auktionen.

Mehr dazu