Fitch warnt vor Einbußen der Versicherer in Osteuropa

Das hohe Geschäftsvolumen heimischer Versicherer wie Vienna Insurance Group (Wiener Städtische) oder UNIQA in Osteuropa könnte die Gewinnmargen drücken, schreibt die Ratingagentur Fitch. Grund könnten sinkende Umsätze, steigender Betrug und Währungsverluste sein.

Fitch warnte zugleich, dass Abschreibungen in der Region und zu erwartende geringere Rentabilität von Investitionen die Bilanzen belasten könnten. Lebensversicherer die eine Garantieverzinsung anbieten, dürften von dem niedrigen allgemeine Zinsniveau getroffen werden.

Die österreichische Versicherungswirtschaft habe Ende 2008 40 Prozent ihrer Gewinne in Osteuropa gemacht. Diese "signifikante" Abhängigkeit von der Region erhöhe das Risikoprofil der Branche.

Die negativen Aussichten spiegelten die Unsicherheit über die das Exposure der österreichischen Versicherer in Osteuropa, die Verringerung der Investitionserlöse und die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung zusätzlich zur Aussicht auf weitere Rückschläge auf den internationalen Kapitalmärkten wieder, wird Sonja Zinner aus dem Versicherungsteam von Fitch von Bloomberg zitiert.