Großbank Lloyds legt starke Zahlen vor

Die britische Großbank Lloyds setzt ihre Trendwende fort. In der ersten Jahreshälfte verdiente das seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Institut einen Überschuss von 1,56 Mrd. Pfund (1,79 Mrd. Euro), wie es am Donnerstag in London mitteilte.

Vor einem Jahr hatte die Bank noch einen Fehlbetrag von 662 Mio. Pfund ausgewiesen. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn verdreifachte sich fast auf 2,9 Mrd. Pfund und lag damit deutlich über den Erwartungen von Analysten.

Die Bank profitierte davon, dass sie deutlich weniger für faule Kredite zurücklegen musste. So konnte sie auch neue Rückstellungen über 450 Mio. Pfund für Schadensersatzforderungen von mit Kreditausfallversicherungen falsch beratenen Kunden kompensieren.

Mit dem starken Ergebnis erleichtert die Bank den angestrebten Ausstieg des Staats. Die britische Regierung hatte angekündigt, im Herbst erste Teile ihres Aktienpaketes zu verkaufen. Der Staat hatte Lloyds in der Krise mit 20 Mrd. Pfund gerettet und hält derzeit rund 39 Prozent an der Bank.

Das könnte für den Steuerzahler ein gutes Geschäft werden. Die Aktie hat in diesem Jahr mit den Gewinnen vom Donnerstag bereits fast 50 Prozent zugelegt und notiert mit rund 72 Pence deutlich über dem rechnerischen Einstiegskurs des Staates von 61 Pence je Anteilsschein.

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