Grünes Licht für E.ON-Übernahme in Thüringen

Die E.ON Thüringer Energie AG liegt künftig fest in Händen der Städte und Gemeinden im Freistaat. Das über Monate hinweg eingefädelte Übernahmegeschäft nahm am Dienstag mit der offiziellen Zustimmung des Landesverwaltungsamtes die letzte Hürde.

Der eigens gegründete Kommunale Energiezweckverband Thüringen (KET) darf die Mehrheit der Anteile an dem regionalen Versorger übernehmen und auch die dafür nötigen Kredite aufnehmen, entschied die Behörde. Die Kommunen werden damit vom Mit- zum Haupteigentümer von E.ON Thüringen.

Der Kaufpreis der Anteile soll bei 546 Mio. Euro liegen, zudem müssen Kredite von 400 Mio. Euro übernommen werden. Die Kommunen, von denen viele bereits E.ON-Anteile besaßen, halten dann gemeinsam 84,8 Prozent. Die übrigen 15,2 Prozent soll der Stadtwerkeverbund Thüga (München) erwerben. Die Kommunen hatten ihre Anteile bisher in der Kommunalen Energie Beteiligungsgesellschaft geparkt und in der vergangenen Woche deren Übertragung in die KET beschlossen. Die wiederum bekam damit die nötigen Sicherheiten, um das Geld für den Kauf der weiteren Anteile zu beschaffen.