Haselsteiner will Conwert SE umbauen

Der scheidende Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner soll die Gesellschaftsform der Conwert SE ändern wollen, an der seine Familienprivatstiftung 24,4 Prozent hält. Dafür will Haselsteiner laut "Der Standard" (Wochenende) eine außerordentliche Hauptversammlung beantragen, weil in der Societe Europeenne (SE) der Verwaltungsrat operative Mitspracherechte hat. "Dieses angelsächsische Modell ist für die Conwert nicht ideal", so Haselsteiner im Blatt.

Haselsteiner fordert rasch ein duales SE-System mit einem weisungsungebundenen Vorstand und kontrollierendem Verwaltungsrat - oder überhaupt eine AG. Es sei "eine Option", dass er selbst in den Verwaltungs- oder dann möglicherweise Aufsichtsrat einziehe, "den Vorsitz werde ich aber nicht wollen", zitiert "Der Standard" den Bau-Tycoon.

Den Chef der Westbahn-Mutter Rail Holding, Clemens Schneider, könne er sich als Conwert-Vorstandschef vorstellen, denn dieser sei "ein talentierter Bursche mit Immobilien-Grips". Sollten seien Pläne - die bei der vergangenen Hauptversammlung gescheitert waren - beim nächsten Mal durchgehen, müsste sich der derzeitige Conwert-Verwaltungsratschef Johannes Meran "entscheiden, ob er in den Aufsichtsrat will, ausscheidet oder potenzieller Partner sein möchte", so Haselsteiner zur Zeitung.

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