Ab 1. Juni

Kroate Vujčić wird neuer EZB-Vizepräsident

Der 61-Jährige soll den Posten am 1. Juni für acht Jahre antreten.

Frankfurt. Der Kroate Boris Vujčić wird neuer Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB). Das beschlossen die EU-Staats- und Regierungschefs bei einem Gipfeltreffen in Brüssel abschließend. Der 61-Jährige soll den Posten am 1. Juni für acht Jahre antreten. Zuvor hatten sich die Finanzminister der Länder mit der Gemeinschaftswährung Euro für Vujčić ausgesprochen.

Der Posten wird frei, weil der aktuelle Vizechef der EZB, der Spanier Luis de Guindos, Ende Mai planmäßig aus dem Amt scheiden wird. Bisher steht Vujčić Kroatiens Notenbank vor. Deutschland habe die Nominierung des Kroaten unterstützt, hieß es nach der Entscheidung der Finanzminister.

EZB-Chefposten muss auch neu besetzt werden

Die Nachfolge von de Guindos ist nicht der einzige Spitzenposten bei der EZB, der zuletzt im Fokus stand. Die Amtszeit von EZB-Präsidentin Christine Lagarde endet im Oktober 2027. Doch über die Nachfolge der Französin wird bereits spekuliert - auch weil es Berichte über einen vorzeitigen Abtritt Lagardes gab. Mit Bundesbank-Präsident Joachim Nagel und EZB-Direktorin Isabel Schnabel warfen unter anderem zwei Deutsche schon ihren Hut in den Ring.

Bei der Postenbesetzung haben die Verhandler üblicherweise im Blick, dass es zwischen kleinen und großen, südlichen und nördlichen Euroländern ein Gleichgewicht gibt. Das gilt auch für das Verhältnis von Befürwortern einer harten Geldpolitik und den Verfechtern eines eher lockeren Kurses.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten