Linde will vom billigen US-Erdgas profitieren

Der deutsche Industriegasekonzern Linde wittert neue Geschäfte in der Erzeugung eines wichtigen Kunststoff-Vorprodukts aus Erdgas. Zusammen mit der Firma Siluria Technologies aus San Francisco will der Münchener Konzern ein Verfahren zur Großproduktion von Ethylen aus Erdgas zur Marktreife bringen, wie Linde am Montag ankündigte.

Bei dem Verfahren soll Methan - ein Hauptbestandteil von Erdgas - direkt in das Kunststoff-Vorprodukt Ethylen umgewandelt werden. Finanzielle Angaben zu der Kooperation wurden nicht gemacht. Mit dem neuen Verfahren will Linde vom Schiefergas-Boom in den USA profitieren. Dort planen inzwischen mehrere Chemiekonzerne große Petrochemieanlagen, in denen Erdgas und Erdgaserzeugnisse als Ausgangsstoffe genutzt werden.

Linde und Siluria Technologies peilen an, das Verfahren in der zweiten Hälfte 2015 auf den Markt zu bringen. Machbarkeitsstudien für die Kommerzialisierung laufen. Potenzielle Kunden für die Technologie sind die petrochemische Industrie und Erdgasverarbeiter.

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