Signa-Pleite

Mega-Forderungen: Jetzt soll Benkos Privat-Villa verkauft werden

Nach dem Konkurs der Laura-Stiftung könnte die Benko-Villa in Igls verkauft werden. 

Wie der ORF berichtet, bereiten die Insolvenzverwalter den Verkauf von wertvollen Immobilien aus dem Stiftungsvermögen vor, um die Ansprüche der Gläubiger zu bedienen.

Lange Zeit galt das Vermögen der Stiftung als rechtlich geschützt. Dass nun erstmals ein direkter Zugriff auf das engere Umfeld von Benko gelingt, liegt an speziellen Kreditbedingungen. Um sich frisches Kapital von Investoren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zu sichern, musste die Laura-Stiftung für Signa-Kredite bürgen.

Gerhard Weinhofer von der Gläubigerschutzorganisation Creditreform ordnet diesen Schritt gegenüber dem ORF als Zäsur ein: „Das war das erste Mal, dass Benko die strikte Trennung zwischen Signa und eigenem Vermögen aufgegeben hat, und mit Vermögen, das ihm zuzuordnen ist, in die Haftung gegangen ist.“

Fokus auf Igls und Seefeld

Im Zentrum der Verwertung stehen zwei prominente Objekte:

  • Die Villa in Igls: Jahrelang der Hauptwohnsitz von René Benko, soll das Anwesen nun zu Geld gemacht werden.
  • Das Grundstück in Seefeld: Eine Tochtergesellschaft der Stiftung besitzt ein rund 8.000 Quadratmeter großes Areal in bester Lage.

Besonders in Seefeld sorgt die Insolvenz für Bewegung. Die Gemeinde hat großes Interesse daran, das Grundstück – das früher teilweise im Gemeindebesitz war – zurückzugewinnen. Bürgermeisterin Andrea Neuner erklärte dazu laut ORF, dass nun alles geprüft werde: „Dann wird man sehen, was passiert.“

Sollte das Grundstück an einen privaten Investor gehen, stellt die Gemeinde bereits klare Bedingungen: Ein „Riesenhotel“ wird es dort nicht geben; die Obergrenze soll bei maximal 150 Betten liegen.

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