Notenbanker: USA steuern nicht auf rasante Inflation zu

Die USA steuern nach Einschätzung eines führenden Notenbankers trotz des starken Preisauftriebs bei Energie- und Lebensmittelpreisen nicht auf eine rasante Teuerungsrate zu. Die nur langsame Zunahme der Gehälter beispielsweise mildere die Preisbeschleunigung ab, sagte der Fed-Präsident von San Francisco, John Williams, am Mittwoch.

Er gehe davon aus, dass die Inflation zur Jahresmitte ihren Höhepunkt erreiche und dann wieder zurückgehe. Im nächsten Jahr dürfte sie dann 1,25 bis 1,5 Prozent betragen. Für die US-Notenbank Fed ist zwei Prozent die Obergrenze. "Die Wirtschaft steht vor vielen Schwierigkeiten. Ich denke aber nicht, dass eine unkontrollierbare Inflation dazugehört. Das Risiko einer langen Periode mit hoher Inflation ist niedrig", fügte Williams hinzu.

Die Fed bleibt ungeachtet der Zinswende in Europa bei ihrer ultralockeren Geldpolitik. Die Zentralbanker um Fed-Gouverneur Ben Bernanke hatten Ende April beschlossen, den Zins nahe Null zu belassen.

Lesen Sie auch