RBI: Kapitalerhöhung bis Sommer um 2 bis 2,25 Mrd.

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Raiffeisen macht ernst mit der vom Markt lang erwarteten Kapitalzufuhr. Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) stellt für die nächsten sechs Monate eine Kapitalerhöhung um 2 bis 2,25 Mrd. Euro in Aussicht. Vom erwogenen Verkauf der defizitären Ungarn-Tochterbank nimmt die RBI vorerst Abstand.

In einer Mitteilung wurde die "zeitnahe" Rückzahlung des staatlichen Partizipationskapitals in Aussicht gestellt. Ob in einem Schritt oder in Tranchen wurde noch offen gelassen.

Die RBI hat in der Finanzkrise 1,75 Mrd. Euro Staatshilfe erhalten, in Form von Partizipationskapital. Insgesamt hat das Institut PS-Kapital von 2,5 Mrd. Euro ausständig. "Zeitnah" getilgt werden soll die gesamte Summe. Bisher war die Bank Angaben über den Tilgungszeitpunkt schuldig geblieben, es war immer nur die Rede davon gewesen, dass dies spätestens Ende 2017 sein werde. Nun soll es schneller gehen.

Zur geplanten Kapitalaufstockung hieß es, dass diese "voraussichtlich" ein Volumen von 2 bis 2,25 Mrd. Euro haben werde. Wann die Aktien genau auf den Markt kommen sollen, wurde nicht berichtet, das würden die Bankgremien vom Marktumfeld abhängig machen.

Jedenfalls sind schon Investmentbanken mandatiert, die das Haus bei der Kapitalstärkung beraten werden: Deutsche Bank, UBS und Raiffeisen Centrobank.

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An der RBI hat derzeit die Raiffeisen Zentralbank (RZB) 78,5 Prozent der Aktien. Die geplante Kapitalerhöhung wird demnach zu einer "signifikanten Erhöhung" des Streubesitzes führen, die Hauptaktionärin wird entsprechend zurückfallen.

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