Die "Geräte-Retter-Prämie" gehört zu den beliebtesten Boni Österreichs. Doch nun droht ihr das Aus. Der Grund: Der Sparzwang. Darauf reagiert jetzt der zuständige Minister.
Laut dem Umweltministerium sollen seit Jahresbeginn rund 97.600 Reparaturbons eingelöst worden sein. Über die "Geräte-Retter-Prämie" können kaputte Haushalts- und Elektronikgeräte günstig repariert werden.
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In einer Aussendung stellte Minister Totschnig klar: "Wir sehen, dass Reparaturen im Alltag wieder stärker an Bedeutung gewinnen." Doch die Zukunft der "Geräte-Retter-Prämie" bleibt weiterhin offen. Die Budgetverhandlungen werden darüber entscheiden, ob auch nach 2026 dies fortgesetzt wird.
Totschnig: Diskussion laufen noch
Die Verhandlungen für das Doppelbudget 2027/28 befinden sich im Endspurt. Die Regierung nimmt Einsparungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro vor. Für "Offensivmaßnahmen" sollen zusätzliche 2,6 Milliarden Euro investiert werden. Die Ministerien entscheiden über die Sparmaßnahmen.
Totschnig erklärte am Sonntag im "Ö1", dass im Umweltministerium weiterhin über die "Geräte-Retter-Prämie" diskutiert wird. Er sagte: "Wir müssen genau anschauen, wie wir die Finanzierung für die nächsten Jahre sichern."
Große Unterschied zum Vorgängermodell
Die Prämie wird am häufigsten für die Reparatur von Kaffee- und Waschmaschinen, Geschirrspülern, Laptops und Backöfen verwendet. Österreichweit sind knapp 2.400 Partnerbetriebe Teil der Initiative. Mit der Prämie sollen Ressourcen geschont, Elektromüll vermieden und gleichzeitig Haushalte finanziell unterstützt werden.
Bis Mai 2025 galt noch der Reparaturbonus. Damals wurde auch die Reparatur von Fahrrädern inklusive E-Bikes, Handys und Luxus-, Wellness- oder Unterhaltungsgeräten gefördert. Bei der "Geräte-Retter-Prämie" werden diese nicht mehr unterstützt.
Ebenfalls wurde die maximale Förderhöhe gesenkt. Beim Reparaturbonus erhielt man noch 200 Euro, heute 130 Euro. Der Bund hatte eigentlich für die "Geräte-Retter-Prämie" für 2026 bis 2028 Mittel von rund 30 Millionen Euro pro Jahr angekündigt.