Troika: Irland muss mehr tun

Gegen Arbeitslosigkeit

Troika: Irland muss mehr tun

Geldgeber fordern, dass Banken mehr gegen Hypothekenrückstände tun.

Irland muss nach Einschätzung seiner internationalen Kreditgeber mehr gegen die Arbeitslosigkeit und faulen Kredite seiner Banken tun. Die Troika aus Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank forderte das Land am Donnerstag auf, sicherzustellen, dass die Finanzinstitute mehr gegen Hypothekenrückstände täten - nach einem "enttäuschend langsamen Start".

Zugleich äußerten sich die Geldgeber Irlands besorgt über unhaltbare Schulden von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Sie riefen die Regierung auf, mehr zu unternehmen, um die Arbeitslosigkeit unter die Marke von derzeit etwa 14 Prozent zu drücken. Als Beispiel nannten sie die Öffnung von bestimmten Branchen für den Wettbewerb.

Nach dem Kollaps seiner Bankenbranche musste Irland Ende 2010 mit einem Hilfspaket über 67,5 Mrd. Euro vor der Staatspleite gerettet werden. Der Inselstaat wird wohl Ende des Jahres als erstes Euro-Land den Rettungsschirm verlassen. Die Troika bestätigte dem Land, sich dafür trotz der diversen Herausforderungen auf dem richtigen Weg zu befinden.