Ungarn hat IWF-Kredit vorzeitig beglichen

Ungarn hat nach Angaben seiner Regierung einen milliardenschweren Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) vorzeitig zurückgezahlt. Die noch ausstehenden Schulden im Umfang von 2,15 Mrd. Euro seien am Montag beglichen worden, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Ursprünglich sei die letzte Rate eines Rettungspakets von IWF und Europäischer Union im Volumen von insgesamt 20 Mrd. Euro erst im dritten Quartal 2014 fällig gewesen.Bereits am 7. August hatte die ungarische Notenbank ihren Anteil an dem IWF-Kredit in Höhe von 721 Mio. vorzeitig zurückgezahlt.

Die 2010 angetretene Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban war wegen ihres politischen Kurses mit dem Fonds und der EU mehrfach aneinandergeraten. Orban, dem kommendes Jahr Wahlen ins Haus stehen, hatte einen unangemessenen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik seines Landes durch den IWF moniert. Das Rettungspaket war vereinbart worden, um Ungarn vor dem Staatsbankrott zu bewahren, als die Finanz- und Wirtschaftskrise das Land 2008 voll traf.

Durch die vorzeitige Begleichung des Schulden spare Ungarn umgerechnet knapp 12 Mio. Euro an Zinsen, teilte das Ministerium weiter mit.

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