US-Notenbank setzt Anleihenkäufe unvermindert fort

Die US-Notenbank Fed setzt ihre milliardenschweren Anleihekäufe vorerst unvermindert fort. Vor einer Entscheidung für einen Kurswechsel der ultralockeren Geldpolitik müsse es mehr Beweise geben, dass die Erholung von Konjunktur und Arbeitsmarkt tatsächlich stabil sei, teilte die Fed am Mittwoch mit. Als ein Grund für die Ungewissheit wurden die Ausgabenkürzungen im Staatshaushalt genannt.

Die Fed erwirbt derzeit monatlich für 85 Mrd. Dollar (rund 64 Mrd. Euro) langfristige Staatsanleihen und Immobilienpapiere, um die Konjunktur mit Niedrigzinsen anzukurbeln. Der Offenmarktausschuss der Fed musste in seiner zweitägigen Sitzung entscheiden, ob er an dieser Politik des billigen Geldes festhalten will. Fachleute hatten mit einer vorsichtigen Reduzierung der Anleihenkäufe gerechnet.

Der Leitzins hingegen bleibt wie von Ökonomen erwartet auf dem historischen Niedrigstand zwischen 0 und 0,25 Prozent. Auf diesem Rekordtief liegt er seit Ende 2008, als die schwere Finanzkrise begann. Der faktische Nullzins sei angemessen, solange die US-Arbeitslosenquote höher sei als 6,5 Prozent, heißt es in der Fed-Mitteilung. Derzeit liegt sie bei 7,3 Prozent.

Die US-Börsen reagierten mit deutlichen Gewinn auf die Fed-Statements. Der Dow Jones drehte knapp nach der Veröffentlichung ins Plus und stieg bis dato um 0,79 Prozent.