Hundstorfer von Erfolg des Projekts überzeugt

Österreichs Beschäftigung leicht belebt

Die Beschäftigung in Österreich hat sich im April gegenüber dem Vorjahresmonat leicht belebt. Ende des Monats waren mit 3,255.601 Personen um 0,5 % oder 17.202 Menschen mehr aktiv beschäftigt als vor einem Jahr.

Unter Einrechnung der Kinderbetreuungsgeldbezieher und Präsenzdiener mit aufrechtem Dienstverhältnis gab es 3,363.072 Beschäftigte. Der Beschäftigtenstand hat sich in sämtlichen Bundesländern erhöht, geht aus den Zahlen des Sozialministeriums hervor.

"Damit konnte schon jetzt beinahe die Hälfte der Arbeitsplatzverluste des Vorjahres wieder wettgemacht werden", so Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Österreich könne bereits das 2. Monat in Folge seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise einen Beschäftigungsanstieg verzeichnen. Die Situation am Arbeitsmarkt bleibe schwierig, aber es gebe eine leichte Entspannung, so der Minister.

Fast alle neuen Beschäftigungsverhältnisse gingen an Frauen, bei denen das Plus 1,1 % oder 15.811 auf 1,485.208 Personen überdurchschnittlich hoch war. Die Zahl der beschäftigten Männer stieg lediglich um 0,1 % oder 1.391 auf 1,770.393 Personen.

Besonders deutlich war der Beschäftigungszuwachs von Männern und Frauen mit 1,2 % oder 3.323 Personen in Tirol. Doch auch das Burgenland (+0,9 %), die Steiermark (+0,7 %ent) und Oberösterreich (+0,5 %) entwickelten sich positiv. Am schwächsten erhöhte sich der Beschäftigtenstand in Vorarlberg (+0,1 %) und Kärnten (+0,2 %).

Neben dem massiven Ausbau an Qualifizierungsprogrammen investiert das Sozialministerium den Angaben zufolge auch in Beschäftigung: Im ersten Quartal 2010 seien 12.479 Beschäftigungsverhältnisse mehr als noch vor einem Jahr gefördert worden. Das Sozialministerium fördere insbesondere Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht seien.

Die positiven Zahlen seien noch weit von einer endgültigen Entwarnung für den österreichischen Arbeitsmarkt entfernt, räumte Hundstorfer ein. Jugendliche, die krisenbedingt länger in Bildung blieben, und Frauen drängten nun verstärkt auf den Arbeitsmarkt. Daher gebe es trotz steigender Beschäftigung auch mehr Menschen auf Arbeitssuche.