Wiener Börse am Nachmittag klar im Minus

Die Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, am Nachmittag bei gutem Volumen mit sehr schwacher Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.201,64 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 50,02 Punkten bzw. 2,22 Prozent.

Die Anleger fürchten sich vor einem Wiederaufflammen der Euro-Schuldenkrise, kommentierte ein Marktteilnehmer. Den Grund dafür lieferte der Rücktritt von zwei wichtigen Ministern der portugiesischen Regierung, wodurch die Mitte-Rechts-Koalition im Krisenland auseinanderzubrechen droht.

Vor diesem Hintergrund sackten in ganz Europa die Banktitel am meisten ab. In Wien ging es für die Anteilscheine der Erste Group um 4,87 Prozent auf 19,04 Euro nach unten und Raiffeisen büßten an der Sohle des ATX 5,54 Prozent auf 20,88 Euro ein.

Allerdings wurden diese Kursveränderungen noch nicht um bestimmte "technische" Effekte bereinigt. So werden die Erste-Aktien heute erstmals ohne den im Rahmen der jüngsten Kapitalerhöhung ausgegebenen Bezugsrechte gehandelt, was die Papiere um den sogenannten Bezugsrechtsabschlag verbilligt. Bei den Raiffeisen-Titeln muss unterdessen ein Dividendenabschlag von 1,17 Euro je Aktie berücksichtigt werden. Der Dividendenabzug alleine entspricht zum Vortageskurs bereits einem Minus von 5,3 Prozent.

Zu den wenigen Kursgewinnern zählten bisher die Papiere des Feuerwehrausrüsters Rosenbauer (plus 1,39 Prozent auf 51,00 Euro), des Impfstoffherstellers Valneva (plus 1,36 Prozent auf 2,99 Euro) und jene des Ölfeld-Zulieferers Schoeller-Bleckmann (plus 0,86 Prozent auf 78,85 Euro).