Wiener Börse gibt im Verlauf weiter nach

Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag weiter mit klaren Verlusten gezeigt. Schwache Konjunkturdaten aus Europa und Sorgen vor den Auswirkungen von staatlichen Ausgabenkürzungen in den USA drückten auch die Indizes der europäischen Leitbörsen noch etwas tiefer in die Verlustzone. Der ATX gab bis 14.15 Uhr um 1,12 Prozent auf 2.438,91 Punkte nach.

Die Titel von Andritz sanken nach der Vorlage von Jahreszahlen bisher um 0,43 Prozent auf 53,79 Euro. Im Frühhandel hatten die Papiere noch mit leichten Gewinnen tendiert. Der steirische Anlagenbauer hat im vergangenen Jahr sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn zugelegt. Die Analysten der Baader Bank sowie der Berenberg Bank bezeichnen das Zahlenwerk als solide und den Erwartungen entsprechend.

Sehr deutliche Verluste fassten die voestalpine-Aktien aus und notierten mit einem Minus von 3,52 Prozent bei 24,95 Euro. Am Berichtstag wurde bekannt, dass das deutsche Kartellamt den österreichischen Stahlkonzern im Verdacht hat, an illegalen Absprachen über Stahllieferungen an die deutsche Autoindustrie beteiligt gewesen zu sein.

Entsprechend der europäischen Branchentendenz präsentierten sich auch die Bankaktien abgeschlagen. Erste Group ermäßigten sich um 1,50 Prozent auf 24,31 Euro. Raiffeisen büßten kräftig ein und notierten um 3,37 Prozent tiefer bei 27,99 Euro.

Zu den stärksten Werten zählten hingegen weiterhin Agrana, die sich um 2,46 Prozent auf 104,00 Euro verteuerten sowie Palfinger, deren Anteilsscheine um 2,19 Prozent auf 21,00 Euro vorrückten.