Wiener Rentenmarkt im Späthandel fester

Der Wiener Rentenmarkt hat am Donnerstagnachmittag mit etwas festerer Tendenz notiert. Staatsanleihen aller beobachteter Laufzeitbereiche konnten leichte Kursgewinne verbuchen.

Die Einigung des US-Kongress auf eine Übergangslösung für eine Anhebung der Schuldenobergrenze und einen Übergangshaushalt, haben dem Anleihenmarkt Auftrieb verliehen, hieß es vonseiten eines Börsianers. Ökonomen verwiesen auf die Unsicherheiten und wirtschaftlichen Einbußen für die Vereinigten Staaten, die durch den "Government Shutdown" entstanden sind. Die Ratingagentur Standard and Poor's hat den ökonomischen Schaden durch den zweiwöchigen Zwangsurlaub in der öffentlichen Verwaltung der USA auf 24 Mrd. Dollar geschätzt.

Konjunkturseitig enttäuschte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA die Erwartungen. Während Ökonomen mit 335.000 Anträgen rechneten, lag die Zahl bei 358.000. Dies waren 15.000 Anträge weniger als noch in der Woche zuvor. In Philadelphia hat sich hingegen der Geschäftsklimaindex im Oktober weniger als erwartet eingetrübt.

Um 16:30 Uhr notierte die Leitemission am europäischen Rentenmarkt, der deutsche Euro-Bund Future mit Dezember-Termin, mit 139,65 um 74 Basispunkte über dem Schluss-Stand vom Vortag (138,91). Heute Mittag notierte der Rentenfuture mit 139,43. Das Tageshoch lag bisher bei 139,66, das Tagestief bei 139,26, die Tagesbandbreite umfasst damit bisher 40 Basispunkte. In Frankfurt wurden bisher etwa 582.798 Dezember-Kontrakte gehandelt.