Wiener Rentenmarkt im Späthandel schwächer

Der Wiener Rentenmarkt hat am Donnerstag im Späthandel Abschläge in allen Laufzeiten hinnehmen müssen. Sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen heimischen Staatsanleihen zeigten sich schwächer.

Im Fokus der Anleger stand im Späthandel zunächst der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB). Wie von den meisten Ökonomen erwartet, beließ sie den Leitzins am Rekordtiefstand von 0,25 Prozent. Die Inflationsprognose für 2014 senkten die Notenbanker von 1,3 auf 1,1 Prozent.

Danach rückten Konjunkturdaten aus den USA ins Blickfeld der Anleger. Das US-Bruttoinlandsprodukt legte einer zweiten Berechnung zufolge von Juli bis September mit einer Jahresrate von 3,6 Prozent zu. Ökonomen hatten lediglich 3,0 Prozent vorausgesagt, nachdem es im zweiten Quartal 2,5 Prozent waren. Auch der Arbeitsmarktdaten übertrafen die Erwartungen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche um 23.000 auf 298.000 Anträge zurückgegangen.

Um 16.00 Uhr notierte die Leitemission am europäischen Rentenmarkt, der deutsche Euro-Bund Future mit Dezember-Termin, mit 140,09 um 29 Basispunkte unter dem Schluss-Stand vom Vortag (140,38). Heute Früh notierte der Rentenfuture mit 140,55. Das Tageshoch lag bisher bei 140,59, das Tagestief bei 139,85, die Tagesbandbreite umfasst damit bisher 74 Basispunkte. In Frankfurt wurden bisher etwa 103.264 Dezember-Kontrakte gehandelt.

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