Bei Fellner! LIVE
Virologe Nowotny: 'Es kann nicht alles gleichzeitig aufsperren'
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Wie Niederösterreich beendet auch Wien am Sonntag den harten Lockdown und öffnet Handel, Museen und Friseure. Bei der totalen Öffnung am 19. Mai steht die Bundeshauptstadt aber auf der Bremse.
Unterstützung bekommt Bürgermeister Michael Ludwig dabei von Experten. Der Wiener Virologe Norbert Nowotny warnt bei Fellner! LIVE ebenfalls vor zu großen Öffnungsschritten. "Die Zahlen der Neuinfektionen sinken österreichweit. Es gibt mit Tirol und Vorarlberg aber zwei Sorgenkinder", so der Experte im Interview mit Wolfgang Fellner. Nowotny verweist dabei auf die Modellregion Vorarlberg. "Vorarlberg begann zu öffnen bei einer 7-Tages-Inzidenz von 66 und die hat sich jetzt innerhalb eines Monats vervierfacht."
"Mit Maß und Ziel"
Die Öffnungen haben demnach zu einem Anstieg der Neuinfektionen geführt. Nowotny tritt deshalb dafür ein, am 19. Mai nicht alles gleichzeitig zu öffnen. "Wir brauchen die Öffnungen – aber mit Maß und Ziel. Wenn wir alles gleichzeitig aufsperren, dann werden die Zahlen wieder steigen. Ich bezweifle, dass alles gleichzeitig aufsperren wird. Das muss sehr wohl überlegt werden." Man müsse sich die Modellregion Vorarlberg genau ansehen und schauen, wo es zu Neuinfektionen gekommen ist.
Der Virologe begrüßt dabei das Vorgehen in Wien, das bei weiteren Öffnungsschritten auf die Bremse tritt. "Bürgermeister Ludwig hat die Sache meiner Ansicht nach richtig gemacht." Nowotny plädiert dafür, die Innen-Gastro noch nicht zu öffnen. "Wir wissen, in Innenbereichen 90 Prozent der Infektionen stattfinden." Zudem würde der Experte bei indoor-Veranstaltungen statt 1.500 auch nur 500 Besucher zulassen. Die Rückkehr zum Präsenzunterricht an Schulen sowie die Öffnung der Außen-Gastro begrüßt Nowotny hingegen.
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