Google Wifi: Neuer Mesh-Router im Test

Schnelles WLAN

Google Wifi: Neuer Mesh-Router im Test

Wie berichtet, verkauft Google seit Dienstagabend in Österreich drei neue Hardware-Produkte. Die smarten Lautsprecher Home und Home Mini haben wir bereits ausführlich vorgestellt. Bei der dritten Neuheit handelt es sich um Google Wifi - einen kompakten Mesh-Router, der das WLAN im Eigenheim schneller machen soll. Wir haben das Gerät bereits im Testeinsatz.

google-wifi-960-test-2.jpg © oe24.at/digital Der Durchmesser beträgt 10,6 Zentimeter (Höhe: 6,9 cm).

Schick, aber nicht billig

Optisch fällt das Gerät schon einmal sehr positiv aus. Während viele Router – mit wenigen Ausnahmen wie etwa einige FritzBox-Modelle von AVM - nicht gerade zum Aufhübschen eines Zimmers taugen, sieht Google Wifi richtig schick und edel aus. Das runde Design, die weiße Farbe und das dünne LED-Leuchtband machen ihn zum Blickfänger (im positiven Sinn). Passend dazu setzt Google auf hochwertige Materialien und eine blitzsaubere Verarbeitung. Das darf man bei einem Preis von 139 Euro aber auch erwarten.

google-wifi-960-test-3.jpg © oe24.at/digital Google Wifi bietet AC1200 2x2 Wave 2 WLAN (802.11a/b/g/n/ac) und verfügt über zwei Gigabit-Ethernet-Ports. 

Mesh-Technologie

Wichtiger als die Optik ist jedoch die Technik. Schließlich soll das Gerät für störungsfreies und schnelles Surfen in den eigenen vier Wänden sorgen. Damit das auch in großen Wohnungen oder in Häusern gelingt, setzt Google Wifi auf das Baukastenprinzip. Das Gerät ist mit dem eigenen Modem und Internetanbieter kompatibel. In manchen Wohnungen reicht der Einsatz eines einzelnen Routers für eine vollständige WLAN-Abdeckung nicht aus. Hier kann man dann entweder auf WLAN-Repeater, spezielle Adapter, ein Powerline-Netzwerk oder ab sofort eben auch auf Google Wifi zurückgreifen. Die Google-Neuheit setzt dabei wie mittlerweile viele Anbieter von Netzwerkausstattung auf die Mesh-Technologie. Dabei kann man mehrere dieser Geräte in verschiedenen Räumen aufstellen und miteinander verbinden, um eine nahtlose und schnelle WLAN-Verbindung herzustellen. Bei Google WiFi hilft dabei auch die 360-Grad-Ausrichtung der Antenne, die für eine "Rundum"-Signalausstrahlung sorgt. Wir testen aber nur einen dieser Mesh-Router.

Automatischer Assistent

Google hat sich einige Besonderheiten einfallen lassen, um den Nutzer so gut wie möglich zu entlasten. Nach der Erstinstallation fallen im Idealfall keine weiteren Maßnahmen mehr an. Während viele Router die Umgebung nur einmal nach dem Einschalten nach einem stabilen Kanal durchsuchen, durchsucht Google Wifi das drahtlose Spektrum automatisch alle fünf Minuten. So kommt es in den WLAN-Kanälen zu keinem „Stau“ und die Geschwindigkeit bleibt stets flott. Darüber hinaus prüft der integrierte Netzwerkassistent ununterbrochen die Verbindung zwischen allen Google Wifi-Zugangspunkten und soll so eine gute Signalübermittlung zwischen den Mesh-Routern sicherstellen. Weiters verspricht Google, dass die Technologie automatisch dafür sorgt, dass jedes einzelne Gerät immer die beste Verbindung hat. Die Geräte (Laptops, Smartphones, Tablets, Smart Home-Produkte, etc.) stellen in einem von zwei Frequenzbändern Verbindung zum WLAN her: 2,4 GHz oder 5 GHz. Der Netzwerkassistent hilft ihnen dabei, sich mit der für sie gerade besten Frequenz zu verbinden.

Google-Wifi-app-960.jpg © Google Über die App lassen sich viele praktische Einstellungen tätigen.

Praktische App

Die erstmalige Installation ist wirklich einfach. Zum Einrichten und zur Steuerung von Google Wifi wird die Google Wifi-App (Android und iOS) benötigt. Bei uns war Google WiFi binnen fünf Minuten im Heimnetz integriert und funktionierte bisher reibungslos. Die App bietet neben der Installationsanleitung mehrere weitere praktische Features. So kann man etwa das WLAN-Passwort in der Anwendung hinterlegen, was eine langwierige Suche ersparen kann. Darüber hinaus kann man den Zugangscode bei Bedarf direkt über die App mit Freunden teilen - auch via QR-Code. Außerdem kann man mit dem Smartphone auch das WLAN für bestimmte Geräte deaktivieren. Das kann vor allem für Familien ein Vorteil sein: Wenn es Zeit für das Abendessen oder zum Schlafen ist, wird das Funksignal für die Geräte der Kinder einfach pausiert. Aufgrund der im Hintergrund durchgeführten regelmäßigen Geschwindigkeitstests kann auch eingesehen werden, welche Geschwindigkeit der Internetanbieter liefert. Für Business-Kunden hat sich Google ebenfalls etwas einfallen lassen. So können bei wichtigen Videokonferenzen bestimmte Geräte priorisiert werden. Für sie steht dann die maximale Leistung zur Verfügung, was bei Meetings peinliche Situationen aufgrund einer lahmen oder störungsanfälligen Verbindung verhindern kann. 

google-wifi-960-test.jpg © oe24.at/digital Die 360-Grad-Antenne sorgt für eine gleichmäßige Signalausstrahlung.

Erstes Fazit

Nach nicht einmal zwei Testtagen kann man natürlich noch kein abschließendes Fazit ziehen. Bisher machte Google WiFi jedoch eine hervorragende Figur. Neben der - unserer Meinung nach - gelungenen Optik, der hochwertigen Verarbeitung und der einfachen Installation, punktet der Mesh-Router auch mit seiner Ausstattung und seinem Funktionsumfang. Viele der gebotenen Features sind zwar auch von anderen Herstellern bekannt, die Handhabung und Bedienung gestaltet sich hier jedoch besonders einfach. Das liegt vor allem an der hervorragenden App inklusive Netzwerkassistent. Obwohl Google Wifi mit 139 Euro nicht gerade ein Schnäppchen ist, geht das Preis/Leistungsverhältnis voll in Ordnung. Sein volles Potenzial kann die Neuheit aber nur ausspielen, wenn mehrere dieser Geräte miteinander verbunden werden und ein Mesh-Netzwerk aufbauen. Passend dazu bietet Google auch ein Dreierpack um 359 Euro an.

>>>Nachlesen:  Googles smarte Lautsprecher ab sofort in Österreich

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