Apple jagt verlorenen iPhone 5-Prototyp

Von Polizei bestätigt

Apple jagt verlorenen iPhone 5-Prototyp

Die Suche gestaltet sich schwierig. Polizei-Panne hat alles verraten.

Die Geschichte von dem angeblich verlorenen iPhone 5-Prototypen (wir berichteten) sieht nach einer indirekten Polizei-Bestätigung immer glaubwürdiger aus. Die Polizei von San Francisco bestätigte eher unfreiwillig nach anfänglichen Zweifeln am Freitag, dass ihre Mitarbeiter Apple bei der Suche nach einem nicht näher bezeichneten Gerät unterstützt hätten. Sie schickten diese Meldung jedoch als Dokument mit der Bezeichnung "iphone5.doc" aus. Deshalb wurde sofort klar, dass es sich nur um das kommende iPhone 5 handeln kann.

Déjà vu
Die Umstände der Aktion decken sich mit Informationen aus dem Bericht des Online-Dienstes "CNET" über ein erneut in einer Bar liegengelassenes iPhone der nächsten Generation. Im vergangenen Jahr wurde, wie berichtet,  bereits das iPhone 4 Wochen vor der offiziellen Vorstellung bekannt, weil der Entwickler Gray Powell es in einem kalifornischen Biergarten verlor. Der Finder verkaufte das Gerät für 5.000 Dollar an den Tech-Blog " Gizmodo ". Dessen Betreiber veröffentlichten Videos, Fotos und die gesamten technischen Daten.

Die auf Nachrichten aus der IT-Branche spezialisierte Website "CNET" hatte am Mittwoch ohne näheren Hinweis auf ihre Quellen berichtet, ein Apple-Mitarbeiter habe im Juli das noch geheime nächste iPhone in einer Tequila-Bar verloren. Der Apple-Sicherheitsdienst und Polizeimitarbeiter hätten daraufhin die Spur des Geräts elektronisch bis zu einem Haus in San Francisco verfolgt, es dort aber nicht gefunden.

Zweifel ausgeräumt
An der Geschichte kamen Zweifel auf, als Polizeisprecher zunächst erklärten, in ihren Unterlagen fänden sich keine Hinweise auf eine solche Aktion. Allerdings berichtete ein Bewohner des Hauses der "San Francisco Weekly", mehrere Personen, die sich als Polizeibeamte ausgaben, hätten an seiner Tür geläutet und ihm Fragen zu einem Apple-Gerät gestellt. Danach habe er zwei von ihnen erlaubt, sich in seinem Haus umzusehen.

Bestätigung
Erst daraufhin bestätigte ein Polizeisprecher der "SF Weekly" und dem "Wall Street Journal", dass tatsächlich mehrere Beamte die Apple-Sicherheitsleute zu dem Haus begleitet hätten. Sie hätten das Gebäude jedoch nicht betreten. Der befragte Bewohner behauptete in der "SF Weekly" allerdings, keine Ahnung gehabt zu haben, dass er keine Polizisten, sondern Apple-Mitarbeiter in sein Haus ließ. Warum die Polizei den Einsatz erst lange nicht bestätigte, blieb unklar.

Schwierige Suche
Die Suche dürfte sich für Apple als ziemlich schwierig gestalten. Die neue iPhone 5-Technik wurde nämlich in der Hülle des iPhone 4 getarnt. Der Finder hat das Gerät deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit über eine Internet-Verkaufsplattform (craigslist.com) um rund 200 Dollar verkauft. Er war sich offenbar nicht bewusst, was er da gefunden hat.

Präsentation
Apple ist für äußerste Geheimniskrämerei bekannt, deshalb hatte schon die Geschichte mit dem iPhone 4 im vergangenen Jahr für viel Spott gesorgt. Nach bisherigen Informationen dürfte Apple das neue iPhone im Herbst vorstellen, möglicherweise im Oktober .
 

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