Eigentlich sollte laut Sony die Playstation 5 am 2. April erneut um 100 Euro teurer werden. Doch der österreichische Handel erhöht schon davor die Preise.
Sony erhöht erneut die Preise aller Versionen der Playstation 5. Ab dem 2. April werden die Playstation 5, die Digital Edition und die Pro-Variante jeweils um 100 Euro teurer. Vor allem bei der normalen Playstation 5 ist die neue Preiserhöhung ein Schock. Bei der Veröffentlichung 2020 kostete die Konsole noch 500 Euro. Nach der neuen Preiserhöhung müssen Käufer 650 Euro zahlen.
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Laut dem "Standard" haben einige Geschäfte ihre Preise schon davor erhöht. Michael Nikolajuk, Unternehmenssprecher von Geizhals, sagt: "Preise sind sofort angestiegen, obwohl die Preissteigerungen erst ab 2. April gültig sind."
Nachfrage stieg rasant an
Die Händler könnten auf die gestiegene Nachfrage der Konsole reagiert haben. Sie befürchteten, dass Kunden die Playstation 5 vor der Erhöhung um einen günstigeren Preis kaufen wollen. Im Vergleich zur Woche stieg die Nachfrage für die Playstation 5 Slim um 300 Prozent und für die PS5 Pro um 271 Prozent.
Nikolajuk erklärt: "Ob der Handel aufgrund der gestiegenen Nachfrage reagiert hat oder ob einfach Sonys Ankündigung ausgereicht hat, ist schwer zu sagen. Am Ende bleiben rasant gestiegene Preise und das kann durchaus auch noch weitergehen, sind ja erst ein paar Tage vergangen und der offizielle Start 2. April liegt noch in der Zukunft."
KI-Rechenzentren und Iran-Krieg für Preiserhöhung verantwortlich
Für die Preiserhöhung der Konsole sind laut Sony hauptsächlich die Verknappung von Computerchips und die gestiegenen Produktionskosten verantwortlich. Speicherhersteller fokussieren sich derzeit auf die Belieferung von KI-Rechenzentren, wodurch die Preise für die Komponenten weiter steigen.
Auch der Iran-Krieg spielt bei der Erhöhung eine Rolle. Für die Produktion von Halbleitern wird Helium benötigt. Durch Irans Angriff auf die katarischen Erdgas-Anlagen wird die weltweite Versorgung derzeit beeinträchtigt. Aus Katar kommt etwa ein Drittel des weltweiten Heliums her. Es wird erwartet, dass der Export um etwa 14 Prozent sinkt.
GTA 6 könnte Lage noch verschlimmern
Durch die Preiserhöhung wird der Konsolenmarkt laut Branchenexperten weiter ausgebremst. Schon zum Weihnachtsgeschäft im vergangenen Jahr fielen die PS5-Verkäufe um 16 Prozent.
Laut Nikolajuk besteht derzeit wenig Hoffnung, eine Konsole günstiger zu ergattern: "Jetzt ist es quasi schon zu spät, der Markt hat reagiert. Vielleicht findet man vereinzelt noch ein "günstiges" Angebot für unter 800 Euro für die PS5 Pro." Der Experte rät Sparern, sich einen Preisalarm zu setzen und auf die Sommermonate zu warten. Normalerweise sinken die Preise im Juli und August.
Sonst müssen Käufer auf den Black Friday hoffen. Dieses Jahr wäre das Warten ein großes Risiko. Im November erscheint nämlich das heißerwartete "Grand Theft Auto 6" für die Konsolen und könnte für eine weitere Verknappung sorgen.